Wiefelstede - Eine abwechslungsreiche musikalische Reise um die Welt erlebten Musikfreunde am Sonnabend im gut besuchten Hof Kleiberg. Unter dem Motto „Somewhere over the rainbow“ bescherte die Mezzosopranistin Stefanie Golisch einem begeisterten Publikum einen fröhlich- spritzigen Abend mit weltbekannten Liedern aus Musical, Operette und Tonfilmschlagern, interessant verpackt in verbindende Texte.
Heiko Tietjen wünschte als zweiter Vorsitzender des Ortsbürgervereins Wiefelstede einen tollen Abend und freute sich, dass der Verein die Künstler schon zum dritten Mal im Hof Kleiberg begrüßen konnte. Gemeinsam mit ihrem Pianisten Nico Stabel umrundete die temperamentvolle Sängerin mit dem unglaublichen Stimmvolumen und breiten Klangspektrum den Globus musikalisch. Mit viel Herz und Leidenschaft ließ sie ihren warmen, weichen Mezzosopran mal kraftvoll, mal verhalten erklingen, sensibel begleitet vom Pianisten. Dabei kam ihre ausgebildete Stimme durch lebendigen, fesselnden Vortrag beeindruckend zum Ausdruck, die sie mit viel schauspielerischem Geschick gekonnt in Szene setzte. Schon mit dem ersten Lied: „Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren“ erreichte sie die Zuhörer, die gern mit einstimmten.
Und das bekannte italienische „Funicoli Funicola“ klatschen die Zuhörer begeistert mit. Dieses Lied hatte Luigi Danza 1880 zur Vesuv-Seilbahneröffnung komponiert, erfuhr das Publikum. Mit viel Hingabe besang sie die Schönheit von Paris, begleitet vom eigenen Akkordeonspiel.
Weiter ging die Reise nach Südamerika. Mit einem Tango aus Argentinien von Carlos Gardel glänzte Nico Stabel am Klavier. Berührend, mit viel Emotionen vorgetragen, erklang auch eines der schönsten Liebeslieder, wie die Sängerin selbst sagte, der bekannte Song „Don’t cry for me Argentina“ aus dem Musical „Evita“ von Andrew Lloyd Webber. Auch hier zeigte sich das warme Timbre dieser wandlungsfähigen Stimme.
Viel Beifall ersang sich die Bremer Sopranistin auch mit „Summertime“ von George Gershwin und vom gleichen Komponisten präsentierte Nico Stabel am Piano Ausschnitte aus der „Rhapsody in Blue“. Ein Ausflug führte mit Operettenmelodien auch ins Land des Lächelns und mit einem beschwingten Walzer von Robert Stolz ging es in den Wiener Prater, wo „wieder die Bäume blühn“. Die eindrucksvolle Weltreise endete auf der „Reeperbahn nachts um halb eins“, bei der sich, wie könnte es anders sein, das Publikum unterhakte und mitsang.
Musikfreunde können sich freuen: Am 24. April präsentiert Stefanie Golisch ihre musikalische Reise um 15 Uhr im Alten Kurhaus von Bad Zwischenahn.
