Dötlingen - Mit der gewaltigen Kraft eines fahrenden Orient-Expresses dampfte das „Mellow Melange Trio“ aus Bremen am Freitagabend auf die Bühne in der kulturellen Begegnungsstätte im Heuerhaus in Dötlingen und damit in die Herzen der Zuschauerinnen und Zuschauer. Eine Konzerteröffnung, die es in sich hatte und zugleich die Ouvertüre des zweistündigen Orient-Express-Opus ist.

Hinter dem „Orient-Express“ verbirgt sich ein Literatur-Musik-Projekt nach dem Roman von Graham Greene, mit Rainer Iwersen, der auch schon für die Bremer Shakes-peare Company arbeitete. Sonja Finker (Gesang und Violine), Ingo Höricht (Violine und Viola) sowie Michael Berger (Klavier) gestalteten den Abend in der Reihe KulturPur der Dötlingen Stiftung mit einer Repertoire aus Kammermusik und Pop, aus Jazz und Soul und einer Prise Chanson. Eine Mixtur, die an diesem Abend und auch schon im Vorfeld für ein schnell ausverkauftes Haus im Heuerhauscafé sorgte.

„Musikalisch wird uns heute das ,Mellow Melange Trio‘ die Fülle eines Klangspektrums der besonderen Art nahe bringen. Da ist für jeden etwas bei“, versprach eingangs in ihrer Begrüßung Gerti Essing von der Dötlingen Stiftung.

Neben dem guten Ton von Finker sorgte Höricht als Komponist für den musikalischen Weg des Trios. Schließlich ergänzte Michael Berger als fingerfertiger Meister am E-Piano die gefühlvollen aber auch temperamentvollen Stücke des Konzertabends.

In voller Besetzung ist das Mellow Melange ein Sextett. Auch als Trio bleiben die Musiker ihrem Konzept treu, ihre ganz eigene Musik zu machen, jenseits aller Stile. Dazu schafft es Höricht ein Programm zu arrangieren, das die kammermusikalischen Aspekte wie auch den eigenen intimen Stil aufdeckt.

Und noch eine Vorankündigung: Am Freitag, 31. Mai, ab 19.30 Uhr wird Dr. Dr. Hannelore Cyrus aus ihrem biografischen Werk „Die Liebe höret nimmer auf: Künstlerpaare, die Liebe und die Liebe zur Kunst“ lesen. Musikalisch umrahmt wird die Lesung durch Sabine von Rothkirch (Gesang) und Hilmar Kettwig am Klavier.