Husbäke - Der Boden vibrierte, für die leider recht wenigen Besucher waren Ohrenstöpsel ein Muss. Der Bandcontest „Husbäke rockt, und das Moor bebt“ machte seinem Motto im Festzelt auf dem Platz neben dem Schützenverein alle Ehre. Bereits zum vierten Mal läutete das Konzert mit Jugendbands aus Edewecht, Oldenburg und Bremen das dreitägige Schützenfest des Schützenvereins (SV) Husbäke ein.

Fünf Gruppen präsentierten von Hardrock über Indi-Pop/Punk bis hin zu Techno-Metal und Metal-Pur eine besonders intensive und laute Musik. Zum ersten Mal dabei waren die Bands „The Hearing Aid“ und „Jet Elmer“ aus Bremen. Der Techno-Metal-Stil von „Jet Elmer“ überzeugte die Jury um Esther Filly sowie Deti und Anke Borchers am meisten, so dass die Bremer den Jury-Preis einheimsten. Über den Publikumspreis konnte sich „Last Command“, eine Ammerländer/Oldenburger Formation, freuen. Komplettiert wurde das Starterfeld durch die Bands „Mailon Colly“ aus Edewechterdamm sowie „Four Pins Left“ aus Edewecht/Oldenburg.

Auch wenn seine Band leer ausging, war Dominik Kollmann von der Gruppe „The Hearing Aid“ mit dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden. Erst seit Anfang 2013 spielt die Band zusammen, „deshalb sind Auftritte für uns extrem wichtig. Wir haben uns mega gefreut, hier zu sein“. Rundum zufrieden war er auch mit der technischen Ausstattung der Bühne sowie der Versorgung. Mit ihrem Metal-Pur sorgten die Bremer für so viel Stimmung im Festzelt, dass einige Zuschauer die Bühne enterten und direkt neben den Musikern feierten.

Für die Band „Four Pins Left“, die vor drei Jahren bei der Premiere den Publikumspreis gewann, hieß es dieses Mal, dass die Teilnahme alles ist. Ihr bodenständiger Hardrock traf an diesem Abend nicht den Geschmack aller Zuhörer. Trotzdem hatten die Musiker Spaß an ihrem Auftritt und an der Veranstaltung insgesamt. „Die Möglichkeit, hier aufzutreten, ist sehr gut für junge Bands. Das Sammeln von Bühnenerfahrungen ist dabei nicht zu unterschätzen“, erklärte Kevin Menke, der zusammen mit Benjamin Licht die Stücke komponiert, während Lutz Janning die Texte schreibt. Zur Formation gehört außerdem Enno Krüger.

„Voraussetzung, dass Bands an diesem Contest teilnehmen können, ist, dass sie eigene Songs vortragen. Das Covern ist nicht erlaubt“, so Hartmut Deeken vom SV Husbäke, der diese Veranstaltung ins Leben gerufen hatte und seitdem organisiert. Mit der Resonanz war er zwar nicht richtig zufrieden. Aber die Stimmung stimmte, und das war vor allem für die Besucher wichtig.