Westerstede - Alle zwei Jahre überrascht die Westerstederin Annetraut Hahn mit ungewöhnlichen Kirchenprojekten. Auch für den Ewigkeitssonntag, am 20. November, hat sie in Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren und Musikern ein besonderes Programm vorbereitet. Es beginnt um 17 Uhr in der St.-Petri-Kirche.

Im Mittelpunkt steht eine über 300 Jahre verschollene siebenstimmige Choral-Motette von Michael Praetorius, die 1607 komponiert worden ist und sich auf das Kirchenlied „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ bezieht. „Die Noten wurden von einer Spezialistin für alte Musik in der Wolfenbütteler Bibliothek gefunden“, erzählt Annetraut Hahn. Durch persönliche Kontakte habe sie nun die Möglichkeit, die Noten, die nicht im Handel erhältlich seien, zu nutzen. „Ich empfinde es als eine Art Wiedergeburt der Musik“, freut sie sich jetzt auf die Veranstaltung am Sonntag.

Passend zur Komposition wurde ein Programm erarbeitet, in dem erstmals ein Sprechchor zum Einsatz kommt. Hinzu kommen Solisten, Instrumentalisten und ein Ansingechor. Textleser sind Ortrud Kreft und Pastor Michael Kühn.

Zahlreiche historische Instrumente werden ertönen. Zu hören sein wird beispielsweise der in der Choral-Motette und in weiteren Variationen beschriebene Wächter auf der Zinne, der Turmbläser. Als Instrumentalisten wirken mit: Barbara und Christian Andrae, Anke Beinke, Anne Hahn, Anette Krüger, Daniela Müller und Sandra Schütte. An der Gestaltung beteiligt sind etwa 30 Personen.

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird jedoch gebeten.

Kerstin Schumann
Kerstin Schumann Redaktion Westerstede