Auch Autogramme waren am Wochenende bei der Gewerbeschau gefragt – schließlich sangen dort „Superstars“. Genauer: die Erstplatzierten des Wettbewerbs „Der Ganter sucht den Superstar“, den der Verein GanterMarkt zum Herbstmarkt 2010 organisiert hatte. Kim-Aileen Matzner (Schülerin aus Schierbrok), Pia Oetken (Schülerin aus Rethorn), Jasmina Geßner (Schülerin aus Delmenhorst), Sebastian Borde (Azubi aus Sandkrug) und Gina Scharrelmann (Schülerin aus Bramstedt bei Bremen) gaben Kostproben aus ihrem Repertoire. Bereits im Vorfeld des Auftritts hatte GanterMarkt die Interpreten in professionelle Tonstudios eingeladen, wo sie mit ihren Siegertiteln eine CD erstellten. Tatjana Coordes (Stimm-Oase Ganderkesee) unterstützte das Quintett als Stimmbildnerin und Vocalcoach. Der Auftritt in der Gewerbeschau-Halle, so fand die Hoykenkamperin, sei für die fünf jungen Leute schon eine Herausforderung gewesen – auch, weil hier keine typische Konzertatmosphäre herrschte, sondern viele Besucher durch die Halle schlenderten und manche auf die Musik ganz überrascht reagierten. Aber: „Es ist keiner einfach weitergegangen“, beobachtete Tatjana Coordes. Alle Interpreten seien um Autogramme gebeten worden. Übrigens: Gina Scharrelmann und auch Sebastian Borde alias KB-oNe hätten „Blut geleckt“: „Sie wollen versuchen, das beruflich umzusetzen.“
Teilweise ganz persönliche Erinnerungen wurden am Wochenende bei der „Jubiläums-Radtour“ (100 Jahre Schule Heide, 100 Jahre Turnerschaft Hoykenkamp, 725 Jahre Hoykenkamp) mit Gästeführerin Anni Schlüter wach. Denn: Einige der Teilnehmer kannten schon die erste Station, die Schule in Heide, aus eigenem Erleben. Rektorin Ursula Dunker zeigte der kleinen Radler-Gemeinde auch, was sich in jüngster Zeit verändert hat. Nach einer Kaffeepause bei Menkens in Hoykenkamp führte die Tour zum Hoykenkamper Dorfplatz, auch zu den alten Höfen (der „Keimzelle“) von Hoykenkamp und schließlich zur ehemaligen Badeanstalt. Erst nach vier Stunden stiegen die Teilnehmer von den Rädern – „und wir hätten sogar noch weitermachen können“, lachte Anni Schlüter.
Nicht auf dem Fahrrad, sondern zu Fuß war am Sonntag eine gut gelaunte Pilgergruppe (ovales Bild) von Hude aus in Richtung Ganderkesee unterwegs. Ziel war – unter dem Motto „Auf den Spuren der Zisterzienser“– der Hof Logemann in Bergedorf. „Wir sind vom Kloster Hude aus gestartet, durch den Hasbruch, über Falkenburg, und haben eine kurze Rast am Lutherstift gemacht“, erzählte Gästeführerin Edith Buskohl, die diese Tour jedes Jahr im Frühjahr anbiete. Zwischendurch sei die Gruppe vom Regen überrascht worden. „Wir sind alle geländegängig und wasserfest“, hieß es aber von den Teilnehmern, die sich alle mit einer Jacke ausgestattet hatten. Auch die 1200 Jahre alte Friederikeneiche im Hasbruch habe man sich angesehen sowie den Aussichtsturm an der Bäke und den Heilkräutergarten beim Hof Logemann. „Am Lutherstift haben wir kurz Rast gemacht.“ Natürlich ließ man sich auch im Melkhus einen Kaffee, ein Stück Kuchen oder eine andere Süßspeise nicht entgehen, ehe Gerd Logemann die Gruppe zur Klosterkapelle führte. Hier durften die Wanderer Platz nehmen und bekamen einen Einblick in die Geschichte der Kapelle.
