Ganderkesee/Rust - „Es hat viel Spaß gemacht. Insgesamt war das einfach eine tolle Erfahrung“, sagt Katharina Niehaus. Die 24-Jährige aus Ganderkesee, bis Oktober weiterhin „Miss Bremen“, schaffte es bei der Wahl zur „Miss Germany 2014“ in der Nacht zum Sonntag zwar nicht ganz aufs Siegertreppchen. Dennoch war die Kauffrau für Marketing-Kommunikation mit dem Verlauf des Glamour-Events keineswegs unzufrieden.

„Es bleibt ein super Gefühl, es so weit geschafft zu haben“, so die bildhübsche Frau. Zuvor hatte sie sich in Abendgarderobe, in Bademode und bei der Interview-Runde dem Publikum und der Promi-Jury präsentiert. Unter anderem Ex-Fußball-Manager Reiner Calmund, Schönheits-Chirurg Werner Mang, Box-Weltmeister Marco Huck, Schlagersänger Roberto Blanco oder die frühere Kunstturnerin Magdalena Brzeska nahmen die jungen Damen auf dem Laufsteg genauer unter die Lupe.

Unter anderem in Schönheitschirurg Werner Mang hatte die Norddeutsche einen Fürsprecher, der einräumte für sie gestimmt zu haben. Auch ein weiteres Jury-Mitglied hätte ihr gern den Titel geben wollen, verriet Niehaus. Am Ende bekam die Studentin Vivien Konca aus Baesweiler bei Aachen die Schärpe mit dem Prädikat „Miss Germany 2014“.

In einem „Beauty Camp“ im Urlaubsressort „Tropical Islands“ in der Lausitz südlich von Berlin wurden die 24 jungen Frauen auf den Wettbewerb, der bereits seit 1927 veranstaltet wird, intensiv vorbereitet. Laufen, Posen, Knigge-Kurs, Shootings, Make-up. Pressetraining oder Choreographie standen während der zehn Tage auf dem Programm. Angeleitet wurden die Landessiegerinnen von einer Benimm-Trainerin sowie von Ines Kuba von der Oldenburger Miss Germany Corporation.

Niehaus, 1,65 Meter groß, mit langen braunen Haaren, verriet den rund 1000 Gästen in Rust, dass sie gerne Klavier spielt, Fitness und Sport treibt, zu Hause kocht sowie viel mit ihrem Hund in der Natur unterwegs ist. Im Vorfeld der Wahl hatten sich rund 5500 Schönheiten im Alter von 17 bis 27 Jahren bei den Landeswahlen in der gesamten Republik Hoffnung auf die Krone gemacht.

„Wir waren seit 8.30 Uhr auf Pumps unterwegs“, beschrieb Niehaus gegenüber der NWZ  den anstrengenden Tag im „Europa-Dome“ in Rust. Trotzdem fand sie nach dem Grande Finale noch den Weg zur After-Show-Party. Zuvor sorgten die Elektro-Pop-Band „Glasperlenspiel“, Artisten des Europaparks und US-Musicalstars für eine besondere Atmosphäre. Nach der Party sei sie „einfach ins Bett gefallen. Auch an diesem Montag ist noch Ausruhen angesagt, bevor wieder die Arbeit beim „Team Iken“ in Wildeshausen beginnt. Was ihre berufliche Zukunft anbetrifft, hat die Ganderkeseerin aber schon klare Vorstellungen: „Ich will den Schwung aus dem Camp mitnehmen und TV-Moderatorin werden.“ Dank neu geknüpfter Kontakte gäbe es vielversprechende Perspektiven, freut sich Niehaus.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent