Nordenham - Es war ein buntes, fröhliches Straßenfest mit Kaffee und Kuchen und Flohmarktständen. Natürlich fehlte auch die Bude mit den Angeboten des Eine-Welt-Ladens nicht oder der Tisch mit den Leckereien der Frauen, die für den Martinsbasar Mitte November warben.
Schule, Kindergarten, Bücherei, Mehr-Generationen-Haus und Kirche richteten das Nachbarschaftsfest am Freitagnachmittag unter dem Motto „Wir sind Willehad“ gemeinsam aus. Doch die Ungezwungenheit trog ein wenig, denn es war eine Veranstaltung, die Zeichen setzen sollte: Die Willehad-Gemeinde demonstrierte Zusammenhalt, „ein Offensein mit einander und ein Offensein für einander“, wie Pfarrer Torsten Jortzick sagte. Es dürfe nicht auseinander gerissen werden.
Das war eine Anspielung auf Pläne im Rathaus, die St.-Willehad-Schule im Zuge der Neuordnung der Schulbezirke ins leerstehende Teilgebäude der Südschule umzusiedeln. Deshalb dehnte die St.-Willehad-Schule ihr turnusgemäßes Schulfest aus, um Pflöcke einzuschlagen, wie die Leiterin Elisabeth Tappe sagte: „Dieses Fest soll zeigen, dass uns der Standort direkt neben Kirche und Kindergarten wichtig ist.“ Mehr als 80 Schüler, 120 Kindergartenkinder, ihre Eltern und Freunde und viele Mitglieder der Kirchengemeinde, aber auch Anwohner der St.-Willehad-Straße unterstrichen durch ihr Kommen diese Forderung.
Die Kinder vergnügten sich beim Entenangeln, beim Dosenwerfen oder beim überdimensionalen „Vier gewinnt“-Spiel, ließen sich von Heiko Bahlmann in die Geheimnisse des Jonglierens einweihen oder standen am „Airbrush-Schulbus“ bei Claudia Freese für ein lustiges Tattoo an. Juliana Smailow und ihre Klassenkameraden verkauften dazu frisch gebackene Brezeln aus dem Bauchladen heraus.
Dazu kamen in der Kirche ein offenes Singen und das Mini-Musical „Der Grüffelo“, das 15 ehemalige Viertklässler der Willehadschule in englischer Sprache aufführten.
