Rom/Sulzano - Christos schwimmende Stege im norditalienischen Iseo-See werden ab sofort nachts für Besucher geschlossen. Der Riesenandrang auf das Projekt des Installationskünstlers habe diese Entscheidung nötig gemacht, die der Präfekt der Stadt Brescia zusammen mit den Veranstaltern getroffen habe, hieß es am Donnerstag. Ursprünglich sollten die „Floating Piers“ bis zum 3. Juli – dem Ende der Kunstaktion – rund um die Uhr geöffnet bleiben.

Nach vier Tagen seien bereits so viele Interessenten gekommen, wie eigentlich innerhalb einer Woche erwartet wurden. Der Stoff auf den Stegen leide stark unter den vielen Besuchern und müsse nachts ausgebessert werden. Zudem hätten auch die Bürger in der Region gefordert, nachts ihre Straßen säubern zu können.

Christo (81) und sein Team haben drei Kilometer lange Stege vom Ort Sulzano auf die vorgelagerte Insel Monte Isola und von dort aus zu dem kleineren Eiland San Paolo verlegt. Das Projekt war erst am Sonnabend eröffnet worden, seither mussten sogar Bahn- und Fährlinien wegen des gewaltigen Interesses mehrmals unterbrochen werden. Die Stege sollen das Gefühl geben, über Wasser zu wandeln.