Neuscharrel - Wer kennt einen „Meisenfrosch“? Diesen Wissensvorsprung haben die Kinder, die gleich zu Beginn der Herbstferien an der „Langen Lesenacht“ teilnahmen. Zu dieser hatte Monika Meemken, Leiterin der Öffentlichen Katholischen Bücherei St. Ludger Neuscharrel, die Kinder des 2. und 3. Schuljahres eingeladen.

Zu Beginn führten zehn Betreuer des Büchereiteams die 18 Kinder durch die Räumlichkeiten und Bücherregale im Pfarrheim. Dort konnten sich alle ein Buch ihrer Wahl zum späteren Lesen aussuchen.

Dann ging es hinüber ins Jugendheim, wo das Geheimnis des Meisenfrosches gelüftet wurde. Aus einem Blumentopf, grüner Farbe, Draht und anderen Materialien bastelten die Teilnehmer eine Futterstelle mit einem Meisenknödel für die kalte Jahreszeit, um später hungrige Vögel beobachten zu können.

Im weiteren Verlauf sorgte eine bunte Reihe von Bewegungs-, Kraft- und Geschicklichkeitsspielen für Abwechslung. Dann sollten sich die „Leseratten“ auf ihre provisorischen Schlafstellen zurückziehen, um entweder selbst in ihren Wunschbüchern zu lesen oder sich von den Betreuerinnen vorlesen zu lassen. Doch diese Ruhe war trügerisch: Eine Nachtwanderung durch die stillen dunklen Straßen des Ortes ließ manches Herz etwas schneller schlagen, denn so hatten die „Nachtwanderer“ ihren Heimatort noch nie gesehen oder erlebt.

Nach diesem Erlebnis sollte eigentlich Nachtruhe einkehren. Doch einige Kinder lasen noch beim Schein einer Taschenlampe in ihren Lieblingsbüchern, bis ihnen die Augen zufielen und die letzten Gespräche verstummten. Mit einem gemeinsamen Frühstück am nächsten Morgen endete die Lesenacht. Danach konnten die Eltern ihre noch zum Teil recht verschlafen Kinder abholen.