Ofen - „Alleine richten wir gar nichts aus. In der Gruppe sind wir stark“, weiß Ofens Ortsbrandmeister Andreas Aßmann. Und damit die Freiwillige Ortswehr auch zukünftig auf genügend Feuerwehrleute setzen kann, kümmert sie sich verstärkt um den Nachwuchs: Seit Sonnabend gibt es in der Bauerschaft eine Kinderfeuerwehr, nach Ohrwege die zweite in der Gemeinde.
Nachdem Anfang 2015 erste Ideen aufgekommen seien, seien diese „langsam gereift“, so Aßmann. Er hofft, dass die Kinderfeuerwehr seiner Einheit „einiges an Nachwuchs beschert, so dass wir gar nicht erst in Not kommen“.
Darüber „dass wir nach kurzer Zeit schon die zweite Kinderfeuerwehr gründen können“, freute sich Bürgermeister Dr. Arno Schilling auf der offizielle Feier mit Ehrengästen aus Feuerwehreinheiten, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ganz besonders. „Vor 50 Jahren hat sich niemand über Kinder- oder Jugendfeuerwehren Gedanken gemacht. Da gehörte es zum guten Stil auf dem Dorf, in der Feuerwehr zu sein“, blickte Schilling zurück. Zwar seien die Mitgliederzahlen der Wehren stabil. Aufgrund des Wandels in der Arbeitswelt bereite die Tagesalarmsicherheit allerdings Sorgen.
Zwölf Betreuer werden sich künftig um die sechs Mädchen und neun Jungen im Alter von derzeit sechs bis neun Jahren kümmern. Gemeinsame Aktionen und Ausflüge gehören zum Programm. Spielerisch sollen sie die Feuerwehr kennenlernen. Nächster „Feuerwehrdienst“ wird der gemeinsame Besuch des Osterfeuers an Karsamstag sein. Die Leitung der Kinderfeuerwehr liegt in den Händen von Nicole Aßmann, die dabei von Franziska Thöle und Sascha Potthoff unterstützt wird.
Malik ist einer der Nachwuchsfeuerwehrleute. „Bei der Feuerwehr ist es einfach cool“, findet der Sechsjährige. „Vor allem die Autos.“ Marieke (7) findet die Feuerwehr vor allem deshalb toll, „weil sie anderen Menschen hilft. Und man muss doch helfen.“
Um „die Lücke zwischen Kinderfeuerwehr und aktiver Einheit“ zu schließen, strebe man eine Zusammenarbeit mit einer Jugendfeuerwehr im Ammerland an, kündigte Ortsbrandmeister Aßmann weitere Bemühungen an. Kinder und Jugendliche von 12 bis 15 Jahren würden dann von Ofen aus von Kameraden zu den Treffen gefahren.
