Frage:
Herr Becker, wie steht es um den Spielmannszug Neuenburg?Becker:Den gibt es noch. Wir haben zurzeit
allerdings einige personelle Probleme, weil wir ältere Mitglieder verloren haben und nun den Nachwuchs anlernen müssen.Frage:
Wieviele Mitglieder hat der Spielmannszug denn?Becker:
Wir sind zurzeit 20.Frage:
Reicht das für Auftritte?Becker:
Grundsätzlich schon. Wir sind aber im Augenblick in einer schwierigen Situation, weil wir die jungen Leute erst ausbilden müssen. Zum Neuenburger Markt kochte die Gerücheküche schon hoch, weil nicht wir aufgetreten sind, sondern der Spielmannszug der Feuerwehr.Frage:
Müssen Sie für die Ausbildung auf externe Kräfte zurückgreifen?Becker:
Ja, das ist uns die Sache aber wert. Und durch die Einnahmen bei den Ausmärschen, die wir haben, können wir das auch aufbringen.Frage:
Wie lange sind Sie selbst denn schon dabei?Becker:
Ich bin seit 1982 im Spielmannszug. Mein Großvater Erich Lübben, der auch Tambourmajor war, hat mich mitgenommen. Danken müssen wir übrigens auch unserem einzig verbliebenen Gründungsmitglied Richard Schweer, der dem Spielmannszug seit 1961 angehört. Heute ist er immer noch aktiv, unter anderem als Kassenwart. Darüber sind wir sehr froh.Frage:
Spricht Spielmannszugmusik die Jugend heute noch an?Becker:
Der Trend geht weg von der klassischen Marschmusik, es gibt auch andere Stücke für Spielmannszüge. Wir musizieren übrigens mit kleiner Trommel, Querflöte, Lyra, Pauke und Becken.Der Spielmannszug setzt auf die Ausbildung des Nachwuchses. Zurzeit sind die Neuenburger im Wandel, sagt Cevin Becker.
