Oldenburg - Mit „Oldenburg Helau“ und „Bremen Ahoi“ zogen rund zwei Dutzend Karnevalisten am Rosenmontag durch die Innenstadt. Unterstützung erhielt der Karnevalsverein Blau-Rot Oldenburg vom Jugendspielmanns- und Fanfarenzug Elsfleth und von befreundeten Narren und Tanzmariechen aus Bremen.
Traditionell hatten die Karnevalisten den Stadtschlüssel am 11. November vom Oberbürgermeister übernommen. Nun war es am Rosenmontag an der Zeit, die Regentschaft wieder abzugeben. Dazu traf sich das Prinzenpaar, Hanfred Poppe und Annette Leber, mit seinem „Gefolge“ an der Pferdemarktbrücke. Über die Heiligengeiststraße ging es mit Tanzeinlagen und musikalischer Begleitung Richtung Innenstadt zum Lambertihof und zum Rathaus.
Trotz überschaubarer Anzahl Narren ließen sich Passanten von der guten Stimmung anstecken. „Wir sind sozusagen die Gallier des Karnevals im römischen Oldenburg“, so Frank Schnitker, Vizepräsident des Karnevalsvereins, über die rund 40 Mitglieder seiner Organisation. Die Stimmung lasse man sich trotz der Ereignisse in Braunschweig nicht vermiesen. Im Gegenteil: „Es geht das Gerücht um, ein närrisches Weib plane, während des Umzuges dem Prinzen die Hosen zu stehlen“, so der Karnevalist. In Braunschweig war der Karnevalsumzug am Sonntag nach einer Terrorwarnung abgesagt worden (NWZ berichtete).
Im Rathaus erwartete Germaid Eilers-Dörfler, stellvertretend für Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, den Faschingszug. Neben dem Schlüssel überreichte Karnevalspräsident Geert Haase der Bürgermeisterin eine mit Weißwein und Spielgeld gefüllte Stadtkasse. Nachdem die Stadt die Tage „außer Rand und Band“ überstanden habe, nehme sie den Schlüssel gerne an sich, bis es wieder heißt: „Oldenburg Helau“.
