München - Entscheidung in der Dauerdebatte um einen neuen Münchner Musiksaal: Das Konzerthaus soll nach dem Willen des bayerischen Kabinetts im Osten der Stadt gebaut werden. Der Ministerrat einigte sich am Dienstag auf das Werksviertel am Ostbahnhof als Standort.

„Das ist jetzt eine Grundsatzentscheidung, die die Staatsregierung getroffen hat“, sagte Kunstminister Ludwig Spaenle (CSU) und sprach von einer wichtigen Entscheidung für die Musikstadt München: „Es wird ein Steigflug möglich sein.“ Im neuen Saal solle es künftig „klassische Musik auf Weltniveau“ geben.

Ein Grund für die Entscheidung sei „die zeitliche Verfügbarkeit mit einer möglichen Inbetriebnahme bis Ende 2021“, teilte die Staatskanzlei mit. Eine „Erbpachtlösung“ soll es geben, sagte Spaenle nach der Kabinettssitzung. Über einen Zeitraum von 50 Jahren werde das 30 Millionen Euro kosten, Bauherr ist die Staatsregierung.

Der Bau im Münchner Osten auf dem Gelände einer ehemaligen Knödel-Fabrik berge ein geringeres finanzielles Risiko als ein Bau im Westen der Stadt auf dem Gelände einer alten Paketposthalle an der Friedenheimer Brücke, hieß es. Die beiden Alternativen hatten zur Wahl gestanden, ein Votum für das Werksviertel war im Vorfeld erwartet worden. Der neue Konzertsaal, um den seit fast 15 Jahren gerungen wurde, soll vor allem dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks eine Heimat geben.