NEERSTEDT - Genau 2701 Zuschauer sahen das Programm der Spielzeit 2010/2011 in der Neerstedter Bühne am Denkmalsweg. Diese Zahl nannte der erste Vorsitzende des Vereins Neerstedter Bühne, Erhard Hofemann, am Sonntagabend beim Saisonfinale mit Rückblick und einem Essen für die vielen Helfer des Bühnenvereins. Zuvor hatte der Heimatverein Altenesch mit einer plattdeutschen Komödie den Schlusspunkt gesetzt.

„Es hätten etwas mehr sein können, denken wir an die Zeiten zurück, in denen wir schon 4000 Zuschauer hatten. Aber uns fehlt ein Weihnachtsprogramm für Kinder.“ Damit erinnerte Hofemann an die zahlreichen Aufführungen des Tanztheaters Hexenbesen in der Neerstedter Bühne jeweils vor Weihnachten, die die Zuschauerzahlen früher lange Jahre nach oben schnellen ließen.

„Viel Arbeit hatten wir trotzdem“, sagte Hofemann. „Deshalb möchte ich bei allen für ihr ehrenamtliches Engagement danken. Angefangen vom Kuchenbacken mit dem Frankfurter Kranz zum Beginn und Ende der Theatersaison, bis hin zur Bühnentechnik, Theke, Garderobe und dem Kartenservice. Sich so einzusetzen, dass ist schon fast nicht normal. Nur durch diesen Zusammenhalt ist der Betrieb des Theaters überhaupt möglich.“

Das Theater sei überregional anerkannt, betonte der Leiter der Bühne. Die Gäste würden gerne nach Neerstedt kommen. „Nicht zuletzt auch wegen des schönen Foyers, das Karl Pätau hier geplant und umgesetzt hat“, sagte Hofemann. „Kuddel“, wie die Mitglieder und Theaterfreunde Pätau nennen, war der Mann der ersten Stunde und hatte den Theaterverein mit ins Leben gerufen. Auch er war am Sonntagabend zum Saisonfinale gekommen.

Aber auch Defizite und mögliche Verbesserungen sprach Hofemann an. „Es muss zur neuen Saison unbedingt klappen, das Programm auch rechtzeitig zum Start fertig zu haben.“ Auch sprach er die beiden Vorführungen im Projekt „Plattart“ in Zusammenarbeit mit der Oldenburgischen Landschaft und dem Oldenburger Staatstheater zum Saisonstart an. Wegen mangelnder Werbung waren die Vorstellungen schlecht besucht, meinte er. Mit dem Hinweis, dass die Neerstedter Bühne keine Zuschüsse erhalte, schloss Hofemann seinen Rückblick und eröffnete das Büfett.