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Rehabilitation Fachklinik beim Qualitätsmanagement jetzt am Ziel

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NEERSTEDT - In der Fachklinik Oldenburger Land mit ihren Standorten Neerstedt und Oldenburg (Ofener Straße) wurde auch schon vorher gute Qualität geliefert. Das betont Erich Frerichs, Geschäftsbereichsleiter Qualitätsmanagement (QM) beim Service-Zentrum der Diakonie in Oldenburg ausdrücklich. Jetzt hat die Fachklinik für die Behandlung von suchtkranken Menschen auch die schriftliche Bestätigung. Sie ist erfolgreich zertifiziert worden, und zwar gleich mehrfach: nach den Anforderungen der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR), des Diakonie-Siegels „Medizinische Reha“ und der international allgemein gültigen QM-Norm DIN EM ISO.

Für die Fachklinik war die Zertifizierung ein ganz wichtiger Schritt, wie Leiter Dr. Wolfgang Schmidt im Pressegespräch betonte. „Wenn man das nicht hat, bekommt man keine Patienten mehr.“ Die Rehabilitationsträger (Rentenversicherer und andere) haben 2009 verbindlich festgeschrieben, dass das einrichtungsinterne Qualitätsmanagement ab 1. Oktober 2012 zwingend vorhanden sein muss. Diese gesetzliche Verpflichtung gebe es im medizinischen Bereich nur im Reha-Bereich, so Schmidt. Angesichts der Deckelung der Ausgaben für Reha-Maßnahmen bis 2017 und des zugleich wachsenden Bedarfs, unter anderem durch das Anwachsen der Altersgruppe 45 und älter bedingt, sieht Schmidt für Anbieter ohne Zertifizierung keine Chance mehr.

Bereits im Jahr 2006 sei der Prozess in der Fachklinik in Gang gesetzt worden, berichtete der Koordinator der Verwaltung, Frank Wieck, zugleich Qualitätsbeauftragter. Mit Workshops sei es angefangen. Als 2009 die gesetzliche Vorgabe mit der Drei-Jahres-Übergangsfrist feststand, wurde es dann zielgerichteter, so Erich Frerichs. Der Kerngedanke sei, die Qualität der medizinischen Rehabilitation an dem Ziel der gesellschaftlichen Teilhabe zu messen. Dabei sind der Fachklinik eine ganze Reihe von Kriterien vorgeschrieben: vom teilhabeorientierten Leitbild über das Einrichtungskonzept, die Beziehungen zu den Rehabilitanden und anderen relevanten Gruppen und vieles mehr.

Hinzu kommen die Anforderungen der Diakonie, in dem Siegel „Medizinische Reha“ verankert. „Wir wollen etwas Eigenes“, betonte Frerichs den Anspruch der Diakonie, mehr als „nur“ die Vorgaben der Kostenträger umzusetzen. „Gute Qualität ist Ausdruck der diakonischen Wertorientierung der fachlichen Kompetenz und auch des Wirtschaftlichkeitsgedankens.“ Vor diesem Hintergrund entstand das Bundesrahmenhandbuch, das sowohl Diakonie spezifische Kriterien, Kriterien der DIN EN ISO und fachspezifische Kriterien beinhaltet.

Als weiteren Schritt gebe es den Qualitätsverbund Suchthilfe der Diakonie, eine Initiative der Evangelischen Landesarbeitsgemeinschaft für Suchtfragen (ELAS), erläuterte Erich Frerichs. Sie sieht QM nicht nur als bloßes Regelwerk, sondern möchte über den Verbundgedanken in einen offenem Erfahrungsaustausch eintreten, führte Frerichs aus.

Frank Wieck betonte, dass mit den Mitarbeitern gemeinsam die Prozesse beschrieben worden sein. „Das sind die Experten“, so Wieck. Alle qualitätsrelevanten Prozesse kamen auf den Prüfstand. Die Regelungen wurden schriftlich als Verfahrens- und Arbeitsanweisungen, Checklisten, Formulare etc. festgehalten. Sie stehen im elektronischen Netzwerk jederzeit jedem Mitarbeiter zur Verfügung. Die Überprüfung zur praktischen Umsetzung der Regelungen soll regelmäßig erfolgen. Die Zertifizierung gilt für drei Jahre.

Die Fachklinik Oldenburger Land,

eine gemeinnützige GmbH, hat am Standort Neerstedt (ehemals To Hus) 49 Plätze für Menschen mit Suchterkrankungen, am Standort Oldenburg 26 stationäre Plätze sowie drei Plätze in der Tagesklinik. Insgesamt 45 Mitarbeiter kümmern sich um die Patienten. Langfristig ist der Neubau einer zentralen Fachklinik in der Stadt Oldenburg geplant. Die Planungen dafür laufen derzeit.  @  

http://www.fachklink-oldenburger-land.de

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