Nethen - Einen gewissen Stolz konnte Thorsten Schliep aus Apen-Roggenmoor nicht verbergen. Seine Maschine – eine Yamaha XS 650, Baujahr 1981 – wurde am Wochenende beim ersten „Wheels- and Wake-Weekend“ im Beachclub Nethen zum interessantesten Motorrad gewählt.
In Deutschland gab es bislang zwei „Customs- and Classic-Bikes“-Treffen, seit vergangenem Wochenende sind es nun drei. Die Oldenburger Jens Föhl und Fritz Schmidt setzten damit eine Idee um, die sie in Frankreich kennengelernt hatten.
„Die Verbindung von Motorrädern und den verschiedenen Boards ist uns wichtig. Nethen ist der richtige Ort, denn schon der Name Beachclub verdeutlicht, dass sich dort Motorradszene mit Strandatmosphäre verquicken können“, sagte Föhl.
Die beiden Motorradfahrer besuchen im Laufe eines Jahres einige Veranstaltungen, bei denen Motorradenthusiasten zusammenfinden. Eine entsprechende Großveranstaltung, bei der das „Motorradfahren der anderen Art“ im Mittelpunkt steht, gibt es nach Aussage der Organisatoren im nordwestdeutschen Raum nicht.
Beim „Wheels- and Wake-Weekend“ präsentierten Biker auch Maschinen, die bereits einige Jahre alt sind und zum Teil sehr kreativ umgebaut wurden. Vor diesem Hintergrund war es folgerichtig, die Maschine von Thorsten Schliep mit dem Ankerpokal auszuzeichnen. Er hatte sein Motorrad wie viele andere auch im großen Festzelt ausgestellt. Die Besucher hatten dann die Möglichkeit, die Maschinen zu bewerten.
Dass der Ammerländer diesen Wettbewerb gewann, hatte ihn selbst etwas überrascht. Den Preis nahm Schliep natürlich gern an. Viel wichtiger waren ihm aber das Treffen und der Austausch. „Das hier ist eine ganz tolle Sache, die einfach Spaß macht. Wo kommt man schon zusammen, wo auch Strandatmosphäre herrscht?“ Schon jetzt freut er sich auf das kommende Jahr, wenn das Treffen seine Fortsetzung finden wird.
Zusammen mit Florian Zängler und Ole Weber vom Beachclub Nethen, die beide Organisatoren unterstützten, ist geplant, das „Wheels- and Wake-Weekend“ zu einer festen Einrichtung werden zu lassen. „Die sehr gute Resonanz hat uns alle überrascht und macht deutlich, dass solch eine Veranstaltung gewollt ist“, zog Föhl ein positives Fazit. „Für das nächste Jahr habe ich schon einige neue Ideen. Dann soll das Treffen bereits im Sommer stattfinden.“
