Westerstede - Ein Netzwerk für die Flüchtlingsarbeit in den Kirchengemeinden des Ammerlandes zu gründen, war das Ziel eines runden Tisches, zu dem jetzt Pfarrerin Dr. Daniela Koeppler und Ulrich Schwalfenberg, Leiter des Diakonischen Werkes Ammerland, ins Evangelische Haus nach Westerstede eingeladen hatte. Vor dem Hintergrund, dass der Einsatz für den Nächsten eine originäre Aufgabe der Kirche ist, ging es zunächst um eine Bestandsaufnahme ehrenamtlicher Arbeit und um einen Erfahrungsaustausch.
Für ein Impulsreferat zum Thema „Flüchtlinge im Oldenburger Land – was kann ich tun?“ hatten die Initiatoren Theo Lampe, Referent für Migrationssozialarbeit beim Diakonischen Werk in Oldenburg, eingeladen. Noch nie, so Theo Lampe, habe es in diesem Land so viel Bereitschaft gegeben, sich für Flüchtlinge zu engagieren. „Das ist ein sehr gutes Zeichen für unsere Gesellschaft und unsere Demokratie.“ Er berichtete davon, dass weltweit mehr als 60 Millionen Menschen auf der Flucht seien – rund 200 000 von ihnen wurden im vergangenen Jahr in Deutschland aufgenommen. „Doch mit diesen Zahlen muss man vorsichtig sein, weil am Ende eines Jahres schon wieder viele den Ort verlassen haben.“
Nachdem alle Teilnehmer der Runde ihre Initiativen vorgestellt hatten, wurde für die Zukunft vereinbart, sich thematisch für die Arbeit weiterzubilden. Dazu soll es zunächst mit Hilfe des Diakonischen Werkes Oldenburg darum gehen, die juristischen Grundlagen, die für die Arbeit mit Flüchtlingen wichtig sind, zu vertiefen.
