Ramsloh - Anfang dieser Woche wurde der Neubau der Friedhofskapelle auf dem katholischen Friedhof in Ramsloh gerichtet. Jetzt sind die Zimmerleute und Dachdecker dabei, das Dach der Kapelle fertigzustellen. „Es hat zwischendurch zwar ein wenig gestockt, aber wir liegen noch sehr gut im Zeitrahmen,“ stellte Pfarrer Ludger Fischer zuversichtlich fest.

Die Verblendarbeiten am Außenmauerwerk sind so gut wie abgeschlossen, jetzt geht es an die Innenarbeiten. „Die Elektriker, Heizungs- und Wasserinstallateure haben mit ihren Innenarbeiten begonnen und die Fenster sollen in den nächsten Tagen kommen“, sagte Fischer. Die Bauarbeiten sollen bis Ende September abgeschlossen sein, damit noch ausreichend Zeit bleibt, die Außenanlagen bis zur endgültigen Fertigstellung zum 1. November (Allerheiligen) herzustellen.

„Der seinerzeit angesetzte Kostenrahmen von rund 650 000 Euro wird eingehalten“, versicherten Fischer und Pfarreiratsvorsitzender Georg Pugge und hoffen, diesen trotz der allgemein gestiegenen Handwerker- und Baustoffpreise noch unterschreiten zu können. „Viele der am Bau beteiligten hiesigen Unternehmen unterstützen uns tatkräftig und sind uns bei den Preisen oftmals großzügig entgegengekommen“, freuten sich Fischer und Pugge, die aber auch deutlich machten, dass noch Spenden benötigt werden. Jede Spende wird von der Kirchengemeinde St. Jakobus Saterland dankend entgegengenommen.

Ende März hatte die Kirchengemeinde – wie berichtet – mit dem Ausräumen und dem Entkernen der alten, 1968 erbauten und 1996 noch einmal erweiterten Friedhofskapelle begonnen, bevor dann der Abrissbagger anrückte. Allein beim Abbruch konnten durch Eigenleistungen ehrenamtlicher Helfer enorme Kosten eingespart werden.

Architekt Theo Dwertmann aus Cappeln hat ein Gebäude entworfen, das eine Kapelle für etwa 100 Personen vorsieht, dem sich ein Bereich mit drei Kammern für die Aufbahrung anschließt. In diesem finden die Angehörigen auch Platz für den Abschied. Ein vierter Raum für die Vorbereitung kann bei Bedarf für Aufbahrungen genutzt werden. Weiter sieht das Gebäude WC-Anlagen und Räumlichkeiten zur Unterbringung von Dingen vor. Dem Architekten ist es gelungen, die denkmalgeschützten Eingangsbereiche zu erhalten, an dem sich ein Aussegnungshof mit der Aussegnungshalle anschließt.

Das Dach der Halle zieht sich um gut 3,50 Meter über den Aussegnungshof. Die Halle hat eine Größe von etwa 100 Quadratmetern; insgesamt hat das Gebäude eine Größe von 217 Quadratmetern und 1150 Kubikmeter umbauten Raum.