Schwei - Die Schweier Bürger dürfen sich freuen. Ab dem 22. Juni wird die neue Bronzeglocke im Kirchturm der St.-Secundus-Kirche zum ersten Mal ertönen. Nach dem Gottesdienst, der um 10 Uhr beginnen wird, wird das neue Läutwerk erstmalig in Betrieb genommen.
Die Gemeindeglieder dürfen gespannt auf den ersten Ton der 2,18 Tonnen schweren Bronzeglocke sein. Im Anschluss wird die Glocke mit einem Gemeindefest von den Initiatoren, den Spendern und Helfern und natürlich auch Pastor Bernd Eichert begrüßt werden. An diesem Tag wird die Glocke dann ins Eigentum der Kirchengemeinde übergehen.
Nachdem die Vorarbeiten zum Einbau der Glocke abgeschlossen sind, wird die neue Glocke voraussichtlich ab dem 16. Juni im Kirchturm ihren endgültigen Platz finden. Die Gießerei Rincker aus Hessen, wo die Glocke entstand, wird auch den Einbau übernehmen.
Darüber freut sich vor allem der Vorstand des Kirchbauvereines, der sich in den letzten Wochen und Monaten intensiv um die Wiederbeschaffung der in den Kriegwirren des Ersten und Zweiten Weltkrieges eingeschmolzenen Glocke bemüht hatte.
„Es ist eine anspruchsvolle Aufgabe, da der Glockenturm extrem eng ist“, machte der Vorsitzende Dr. Cord Diekmann bei einer Besichtigung deutlich. Für den Einbau der neuen Glocke, deren Maße 1,53 Meter in der Höhe und 1,53 Meter im Durchmesser beträgt, muss das vorhandene Treppenhaus komplett ausgebaut werden.
Die vorhandene kleinere Glocke wird im Zuge der Baumaßnahme ebenfalls mit einem Holzjoch ausgestattet werden. Mit einem hölzernen Jochbein erklingen Glocken weicher als mit einem Eisenjochbein.
Rund 50 000 Euro umfasst das Gesamtinvestitionsvolumen mit dem Guss, dem Transport, dem Einbau und den weiteren Baumaßnahmen an der vorhandenen kleineren Schwesterglocke.
„Es haben sich viele Menschen mit Spenden beteiligt, weil sie von der Sinnhaftigkeit des Unternehmens überzeugt waren“, erklärte Dr. Cord Diekmann stolz. Er hofft, dass zu dem Zeitpunkt der offiziellen Einweihung der Glocke auch der Mittelweg auf dem Kirchvorplatz fertiggestellt sein könnte.
Da hier aber Gelder des Schweier Dorferneuerungprogrammes abgerufen werden müssen, ist die endgültige Fertigstellung des Mittelweges zeitlich mit einem Fragezeichen versehen.
Cord Diekmann bedankte sich auch bei der Regionalstiftung der LzO. Deren stellvertretende Vorsitzende Birgit Bethge und der Leiter der Regionaldirektion Gerd Bielefeld haben dem Kirchbauverein einen Scheck in Höhe von 750 Euro überreicht. „Jeder Betrag hilft uns“, freute sich Cord Diekmann.
