Oldenburg - Dr. Nicole Deufel wird neue Leiterin des Amtes für Museen, Sammlungen und Kunsthäuser in Oldenburg. Mit ihrer internationalen Laufbahn überzeugte die 42-Jährige die Gremien und freut sich nun darauf, zu dem „sehr breiten und ansprechenden kulturellen und musealen Angebot in Oldenburg beizutragen“, wie sie auf Nachfrage der NWZ mitteilte
Derzeit lebt sie im schottischen Midlothian, wo sie für eine Unternehmensberatung im Kultur- und Museumsbereich arbeitet. Finanzplanung, Projektentwicklung und Wirkungsforschung in Museen zählen zu ihren Schwerpunkten. In Oldenburg findet sie die Mischung von Kunst und städtischer Kulturgeschichte besonders attraktiv, „vor allem mit Blick auf den Gegenwartsbezug und die Zukunftsvision für die Stadt“.
Oberbürgermeister Jürgen Krogmann erwartet von ihr neue Impulse für die städtischen Museen: „Frau Deufel bringt eine sehr gute Qualifikation und viel internationale Erfahrung mit nach Oldenburg, sie wird sicher neue Akzente in unserer Kulturarbeit setzen können.“ Er sieht in der Neupositionierung des Stadtmuseums eine der wichtigsten Aufgaben der Nachfolgerin von Dr. Friedrich Scheele (NWZ berichtete).
Nicole Deufel kommt aus Albstadt (Baden-Württemberg). Sie studierte Kunst in San Francisco und arbeitet seit 2005 in Großbritannien. So hat sie etwa an der Konzeption einer binationalen Ausstellung über den Ersten Weltkrieg zwischen Worms und St. Albans mitgewirkt.
In diesem Jahr promovierte sie sich an der London Global University im Fach Philosophie. In ihrer Doktorarbeit beschäftigte sie sich damit, wie Kulturerbe den Besuchern in Museen und an Kulturstätten präsentiert wird. In einer Fallstudie in England und Deutschland verglich sie etwa die Darstellung der Schlacht von Hastings (1066) mit der Varusschlacht (Kalkriese).
Nicole Deufel beschäftigt sich auch viel mit der Einbindung digitaler Medien in die Vermittlung historischer Inhalte. Auch die sozialen Medien nutzt sie für dieses Anliegen. Entsprechende Fragestellung diskutiert sie in ihrem Blog oder auch auf Twitter @nicoledeufel.
Für die Leitungsstelle hatte es 38 Bewerbungen gegeben.
