Wildeshausen - Die Diakonie Himmelsthür hat eine neue Seelsorgerin. Pastorin Dörte Hartung übernimmt die Arbeit von Pastorin Sabine Spieker-Lauhöfer für die Region Nord in Wildeshausen. „Es ist eine besondere Gemeinde, die hier auf sie wartet“, sagte Direktor und Pastor Ulrich Stoebe am Sonntag beim Einführungsgottesdienst im Festsaal des Hauses Emsland. Hartung kehrt nach einer Familienpause und der Geburt ihrer jüngsten Tochter Charlotte zurück in den pfarramtlichen Dienst.

Wie Stoebe ausführte, habe sich Dörte Hartung schon als Schülerin nach einem Praktikum bei der Lebenshilfe in Brake in einer Jugendgruppe engagiert. Heute würde man dazu Inklusionsarbeit sagen. Nach dem Abitur folgte ein freiwilliges diakonisches Jahr in Bethel-Bielefeld und damit Umgang mit schwerstbehinderten Menschen. Stoebe: „Das waren sicher prägende Erlebnisse, die ihren Berufswunsch Pastorin mit beeinflusst haben.“

Von 2004 bis 2013 war Dörte Hartung Pastorin in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Wildeshausen. „Da hatten sie auch immer wieder Begegnungen mit den Menschen, die hier in der Himmelsthür leben und arbeiten“, ergänzte Ulrich Stoebe und weiter: „Sie setzen nun fort, was ihre Vorgängerinnen Elisabeth Saathoff und Sabine Spieker-Lauhöfer begonnen haben.“

Sabine Spieker-Lauhöfer (Großenkneten) war seit November 2009 für die Diakonie Himmelsthür tätig. Zukünftig wird die Pastorin für das Klinikum Delmenhorst arbeiten.

In diesem Zusammenhang erinnerte Stoebe an die Dezentralisierung der Diakonie-Einrichtung in Wildeshausen. „Auch Menschen mit Behinderungen sollen dabei sein, mitten in der Gesellschaft, beim Einkaufen, Sport, Kirche und Politik. Sicherlich ein weiter und schwieriger Weg“, betonte er und zeigte die ersten Schritte dieser Dezentralisierung auf.

Zur Einführung von Pastorin Hartung war auch Kreispfarrer Bertram Althausen in die Himmelsthür gekommen. Auch zwei Vertreterinnen vom Heimbeirat wünschten ihr für ihren neuen Berufsweg alles Gute. Ebenfalls dabei war Regional-Geschäftsführer Jörg Arendt-Uhde.

Dörte Hartung bedankte sich mit einer Predigt, in der sie die Gemeinsamkeiten, Aufgaben und ein Zuhause für die Bewohner in den Vordergrund stellte.

Geehrt wurden während des Empfangs Werner Schwedt, Thomas Kowalk und Metin Dündar sowie Linda Hibbeler. Sie sind seit 25 Jahren Bewohner der Einrichtung.