NEUENBURG - Seit zehn Jahren gibt es die Neuenburger Gitarrentage. Grund genug für die Veranstalter, die Gemeinde Zetel und den Gitarrenbauer Holger-Harms-Batholdy, in diesem Jahr mit einem besonderen Programm aufzuwarten. Am Eröffnungstag, Mittwoch, 31. Oktober, 20 Uhr, tritt das international erfolgreiche Quintett „Gitarrissima“ in der Schlosskapelle auf. Und am Sonnabend, 3. November, 20 Uhr, ist das nicht minder erfolgreiche „Joscho-Stephan-Quartett“ im Vereenshuus zu hören.
„Gitarrissima“ besteht aus fünf jungen Gitarristinnen aus Österreich, Ungarn und Deutschland, die mit einfühlsamen Interpretationen, sensiblem Zusammenspiel und Virtuosität eine wachsende internationale Zuhörerschaft für sich gewinnen. Das Quintett besteht aus einer Oktavgitarre (Krisztina Dobó) drei Konzertgitarren (Judith Bernhart, Maria Benischek und Zsuzsanna Jánosi) und einer Bassgitarre (Caroline Auer). Mit originellen Arrangements betritt das Ensemble neuen Boden im Genre klassischer Gitarrenmusik. Populäre Werke der Klassik, aber auch weniger bekannte Kompositionen erklingen bei ihnen neu und ungewohnt. Zu hören sind in Neuenburg unter anderem Werke von Vivaldi, Tschaikowski und Mozart.
Gypsi-Swing gibt es im Vereenshuus zu hören. Joscho Stephan ist ein Meister dieser Musikrichtung. Beeinflusst durch Django Reinhardt und dessen Hot Club de France hat er seinen eigenen Stil entwickelt, der von Kritikern rund um den Globus in den höchsten Tönen gelobt wird. Doch Joscho Stephan ist nicht nur ein mitreißender Interpret; seine Kompositionen stehen gleichwertig neben denen der alten Großmeister. Das Quartett spielt Gypsy-Swing der Extraklasse auf Sologitarre, Rhythmusgitarre, Geige und Kontrabass. Es erklingen Kompositionen von Django Reinhardt, Joscho Stephan und anderen. Neben Joscho Stephan besteht das Quartett aus seinem Vater Günter Stephan, als perfekt eingespielter Rhythmusgitarrist, Max Schaaf und Sebastian Reimann. Karten für die beiden Konzerte gibt es zum Preis von jeweils 10 Euro unter Tel. 04452/1302 oder 04488/9382.
„Der Vorverkauf läuft sehr gut“, freut sich Holger Harms-Bartholdy über das große Interesse an den Gitarrentagen. Das gilt auch für die Lehrgänge im Vereenshuus. Sie sind komplett ausgebucht. Wie in den vergangenen Jahren wird in entspannter Atmosphäre das kollegiale Miteinander von Laien und Profis und die um jeden einzelnen Teilnehmer bemühte Unterrichtsarbeit im Vordergrund stehen. Neben den Gitarristen wird sich auch eine Yogalehrerin um die Schüler kümmern.
