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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Neuenburger Gitarrentage: Jubiläumsgala reicht bis Island

23.10.2021

Neuenburg Viel Zeit zum Durchatmen hat Holger Harms-Bartholdy in diesen Tagen nicht. Der 61-jährige Musiker und Gitarrenbauer aus Westerstede organisiert zum 25. Mal die Neuenburger Gitarrentage in der friesischen Gemeinde Zetel: Von Klassik, Jazz und Weltmusik über Fingerstyle, Rock und Pop bis hin zum Flamenco – ein Vierteljahrhundert Konzerte auf Weltniveau – in Kombination mit Workshops, die international anerkannte Dozentinnen und Musiker geben.

25 Jahre Erfahrung

Und was für die Zuhörer und Teilnehmer vom 27. bis 31. Oktober mit einem akustischem Hochgenuss und viel Spaß verbunden ist, ist für Harms-Bartholdy mit einer gehörigen Portion Engagement und noch mehr Leidenschaft verknüpft – und in Zeiten von Corona eine noch größere organisatorische Herausforderung als in den „normalen“ Jahren.

Neuenburger Gitarrentage im Überblick

Für die Jubiläumsgala am Samstag, 30. Oktober, 16.30 Uhr, gibt es noch Karten unter Tel. 04488/9382 oder 04453/935299. Das Teilnehmerkonzert am Sonntag, 31. Oktober, 11.30, Uhr ist kostenlos.

Die Noten-Sonderedition, die zum 25-jährigen Bestehen der Veranstaltung gedruckt wurde, kann für 25 Euro über Acoustic Music Books bezogen werden.

Da müssen Musiker eingeladen werden, die An- und Abreise und Unterbringung der Gäste muss „coronakonform“ stehen, die Workshops mit den Teilnehmern müssen organisiert werden. Die sind zwischen 9 und 80 Jahren alt. „Und nicht jeder Dozent ist für jede Altersgruppe geeignet“, weiß Holger Harms-Bartholdy aus 25 Jahren Erfahrung.

Gast aus Island dabei

Glücklicherweise aber hat er alle Beteiligten im Blick – und entsprechend genau weiß er nicht nur über die Musiker Bescheid, sondern auch über die musizierenden Menschen, die an den Workshops teilnehmen: Da ist zum Beispiel eine Abiturientin aus Zetel. Die saß bereits als Neunjährige das erste Mal zwischen den Erwachsenen und spielte Gitarre – und ist bis heute dabei.

Den weitesten Weg legt in diesem Jahr ein Isländer zurück. Der reist aus Reykjavik an, um gemeinsam mit Caterina Lichtenberg, der weltweit einzigen Professorin für Mandoline, zu musizieren. Der Isländer kennt die Mandolinistin bislang nur über Online-Unterrichtseinheiten. Nun bot sich ihm die Gelegenheit, persönlich mit der gebürtigen Bulgarin zu musizieren.

„Ja, die Menschen reisen aus ganz unterschiedlichen Regionen und Ländern in Neuenburg an, um sowohl in drei Einzelstunden als auch im Ensemble zu spielen“, so Bartholdy-Harms. Was dabei musikalisch herauskommt, können Interessierte sich am Sonntag, 31. Oktober, kostenlos im Vereenshus an der Urwaldstraße 37 anhören. Eine Chance auch für all diejenigen, die es in diesem Jahr nicht geschafft haben, sich für den Workshop anzumelden, aber bereits mit 2022 liebäugeln.

Warten auf die Post

Und ganz nebenbei wartet Bartholdy-Harms in diesen Tagen auf die Post: Die soll nämlich pünktlich zum Start der Veranstaltung eine Notenedition zum 25-jährgen Bestehen der Neuenburger Gitarrentage liefern. Eine Premiere sozusagen anlässlich der 25 Jahre. 45 Musiker aus verschiedenen Ländern, die allesamt in den vergangenen Jahren an den Gitarrentagen teilgenommen haben, haben Noten geschickt. Herausgekommen ist ein 172-Seiten umfassendes Werk mit 51 Stücken: „Der Großteil davon sind Eigenkompositionen“, sagt Bartholdy-Harms. Da sei beispielsweise ein Jazzgitarrist aus Kopenhagen, der extra für diese Sonderausgabe eine Komposition für vier Gitarren geschrieben hat. Oder die britische Komponistin Maria Linnemann, die vermutlich jeder Gitarrenschüler kennt: „Sie hat nach meinem Anruf sofort ein Stück geschrieben. Mit ihrer handschriftlichen Komposition eröffnen wir die Notenedition“, freut sich Bartholdy-Harms.

2022 schon im Blick

Schluss mit der Organisation der Neuenburger Gitarrentage ist für Bartholdy-Harms aber auch nach einem Vierteljahrhundert nicht: „Das Leuchten in den Augen der Musiker und der Teilnehmer ist jedes Mal aufs Neue eine große Motivation für mich, weiterzumachen. Es macht mir viel Spaß“, resümiert der Musiker.

Katja Lüers Redakteurin / Reportage-Redaktion
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