NEUENBURG - Es brennt, das Schloss brennt!“, Kapellenprediger Johann Arnold Maes (alias Pastor Christian Scheuer) war in heller Aufregung. Bei einem Brandausbruch, so stand es geschrieben, musste er die Kirchenglocke dreimal fünf Minuten lang läuten. Eine Vorschrift, deren Erfüllung Land-Rath und Jägermeister von Krakewitz (Horst Visser) und Landvogt von Reventlow (alias Gisela Grützner) genau beobachteten, als sich die „Eingesessenen“ zum Löschen auf dem Rauchkaten-Gelände versammelten.
Sie hatten Publikum; denn zahlreiche Gäste verfolgten am Dienstagabend anlässlich des Grillabends auf dem Neuenburger Rauchkaten-Gelände die Szenerie, die ihnen die Oldtimer-Feuerwehr bot. Sie war diesmal Ausrichter der Veranstaltung, die nach Auskunft von Anette Haupt-Koch vom Tourismus-Büro der Gemeinde Zetel zum „Selbstläufer“ geworden ist. „Die Leute kommen nicht nur, um eine Bratwurst zu essen, sie sehen den Grillabend auch als Treffpunkt an, freuen sich darauf, mit anderen zu klönen“, sagte sie.
Die Oldtimer-Freunde waren inzwischen in ihren Element. Sie befüllten die „herrschaftliche mittelmäßige Feuersprütze mit 24 Noteimern“. Landvogt von Reventlow trug die Verantwortung, dass alles funktionierte. Und es funktionierte tatsächlich. Unter dem Beifall des Publikums wurde „gelöscht“.
Die Schlossspritze wurde nach alten Unterlagen original nachgebaut. Maßgeblich am Nachbau beteiligt waren Egon Quathamer, Jens Visser, Hans Brunzel und Horst Visser. Der Pumpenkörper wurde den Oldtimer-Freunde vom Deutschen Feuerwehrmuseum Fulda geschenkt.
Den nächsten öffentlichen Grillabend am Dienstag, 22. Juni, ab 18 Uhr gestaltet der Spielmannszug Neuenburg. Treffpunkt ist wieder die Rauchkate beim Neuenburger Schloss.
