NEUENBURG - Äußerst verständnisvoll hat das Publikum bisher auf die Situation des Niederdeutschen Theaters Neuenburg reagiert. Wie berichtet hatte die Bühne neben der Premiere auch die Sonntagsvorstellung des Krimis „Ruten Teihn“ wegen Erkrankung des Hauptdarstellers absagen müssen. Die für diesen Dienstag vorgesehene Aufführung kann ebenfalls nicht stattfinden.
Wie Bühnenleiter Gunald Behrends auf Anfrage derNWZ
mitteilte, ist es das erste Mal in der fast 80-jährgen Geschichte des Theaters, dass Premiere und Folgeveranstaltungen ausfallen mussten und müssen: „Wir haben die Abonnenten telefonisch verständigt, so dass es bisher nur wenige Theaterbesucher waren, die umsonst gekommen sind. Das Ensemble habe sich im Vereenshuus versammelt, um diese zu empfangen und zu Sekt oder Kaffee einzuladen. „Geschimpft hat niemand.“ Eine „Ersatztruppe“, die im Krankheitsfall einspringen könnte, habe die Bühne nicht, „das wäre ja Wahnsinn bei einem privaten Theater“, sagte der Leiter.Dieser Part kommt nun möglicherweise auf Regisseur Alfons Wojakilowski zu, denn ab Donnerstag soll das Stück endlich über die Bühne gehen. Er hat noch am Montag mit Hauptdarsteller Peter Egenhoff gesprochen, der ab Donnerstag da sein will – wenn ihm sein Arzt das nicht weder untersagt. Wojakilowski: „Ansonsten werde ich einspringen, ich bin schon fleißig dabei, den Text zu studieren. Wir können es uns nicht leisten, die Aufführungen noch weiter zu schieben, weil es sonst möglicherweise schwierig wird, Termine im Vereenshuus zu erhalten.“
Fest steht auf jeden Fall: die ausgefallenen Termine sollen im November nachgeholt werden, vermutlich nach dem Zeteler Markt.
Das Lachen ist dem Regisseur trotz alle Schwierigkeiten noch nicht vergangen: „Das ist unser Pleiten-, Pech- und Pannenstück“, schmunzelt er bei dem Gedanken an die Probleme, die schon im Vorfeld zu lösen waren.
