NEUENBURG - „Unerhörte Orte – ein experimentelles Film-Konzert“, ist eine Veranstaltung überschrieben, bei der es sich um eine Kooperation des Blauschimmel Ateliers Oldenburg mit der Gesellschaft für Paritätischen Sozialarbeit handelt. Zu sehen und zu hören gibt es „Unerhörte Orte“ am 23. Juni um 17 Uhr im Vereenshuus in Neuenburg.
„Unerhörte Orte ist eine musikalisch-filmische experimentelle Entdeckungsreise in die Arbeits- und Alltagswelten der teilnehmenden Musiker und Musikerinnen“, erklärte dazu gegenüber derNWZ
der Kulturkoordinator der Gemeinde Zetel, Iko Chmielewski. Kompositionen aus Sounds, Bildern und Klängen dieser „unerhörten“ Orte werden auf der Bühne von dem Ensemble aus behinderten und nicht-behinderten Laien und professionellen Musikern live inszeniert, neu gemischt und auf Leinwand projiziert.Ein Team aus Musikern und Filmern des Blauschimmel Ateliers Oldenburg hat die Teilnehmer und Teilnehmerinnen für dieses Projekt an ihren Arbeitsplätzen, zu Hause oder an Orten ihrer Freizeit besucht und dort Aufnahmen gemacht. So entstanden die Ideen für die Kompositionen beziehungsweise Spielkonzepte, in deren Entwicklung die Teilnehmer maßgeblich mit einbezogen waren. Ob der nachmittägliche Spaziergang am Hafen von Varel, die Aikido-Gruppe, der Shanty-Chor oder die Maschine am Arbeitsplatz – alles ist eingebettet in Klang oder Geräusche und vermittelt sich dem Zuhörer in Bildern. Diese hör- und sichtbar zu machen und mit den unterschiedlichsten „Instrumenten“ zu inszenieren, ist die Idee des Projektes. Und so vielfältig wie die Klänge sind die Instrumente: vom Waschmaschinen-Sound bis hin zu Cello und Wassereimer kann alles „Instrument“ sein.
Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Projekts sind unter anderem Beschäftigte der GPS-Werkstätten Jeringhave und Westerscheps und Andere. Die musikalische Leitung hat Jochen Fried vom Blauschimmel Atelier.
Für die Idee wurde „Unerhörte Orte“ im vergangenen Jahr mit dem Musikvermittlungspreis 2011 der Niedersächsischen Sparkassenstiftung ausgezeichnet.
