NEUENHUNTORFERMOOR - Der 82-Jährige wurde für seine heimatkundlichen Arbeiten geehrt. Karl-Ernst Thümler hofft auf weitere Bücher.

Von Hauke Fooken

NEUENHUNTORFERMOOR - „Es scheint in Berne eine Vielzahl von Persönlichkeiten zu geben, die sich für die Allgemeinheit engagieren“, sagte gestern Landrat Michael Höbrink bei der Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Heino Vette aus Neuenhuntorfermoor. Schließlich habe er erst in der vergangenen Woche Dora Schommartz in Warfleth ein Bundesverdienstkreuz überreicht, so Höbrink weiter.

Mit Heino Vette sei ein Mann geehrt worden, der sich Jahrzehnte lang ehrenamtlich engagiert habe. So gehörte der heute 82-Jährige 1950 zu den Mitbegründern des Ortslandvolkvereins Köterende. „Als dessen Vertreter hat sich Vette auf Kreisebene aktiv für den Wiesenvogelschutz eingesetzt“, lobte Höbrink. Darüber hinaus sei der ehemalige Landwirt und Mitarbeiter der Kreisverwaltung 18 Jahre lang im Gemeindekirchenrat in Neuenhuntorf sowie fünf Jahre im Berner Gemeinderat (1976-1981) tätig gewesen. Breiten Raum nahm in Höbrinks Laudatio auch Vettes Arbeit als Heimatforscher, Chronist und Buchautor ein: Durch seine Veröffentlichungen halte er die Geschichte für die Nachwelt lebendig.

Neben Höbrink würdigten der CDU-Landtagsabgeordnete Björn Thümler und der Berner CDU-Fraktionschef Karl-Ernst Thümler das Wirken von Vette. So sagte Björn Thümler, dass er kaum jemanden kenne, der die hohe Auszeichnung so verdient habe wie Vette. „Hoffentlich schreibst Du noch ein paar weitere Bücher“, legte Karl-Ernst Thümler dem „Fleißarbeiter“ nahe.

Vette, sonst um Worte nicht verlegen, war von der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes vollkommen überrascht worden. „Ich bin sprachlos“, war dann auch seine erste Reaktion.

Übrigens: Den Vorschlag für die Auszeichnung hatten Rolf Wenke, Jürgen Ahrens und Pastor Ingmar Hammann formuliert.