NEUENHUNTORFERMOOR - Ein Fest für die Sinne erlebten am 1. Mai die Besucher der Himmelfahrt-Wesermarsch-Veranstaltung „Masken & Moor“. Zur Einstimmung spielte Werner Quell im Café 21 plattdeutsche Lieder auf seiner Gitarre. Von schlitzohrigen Müllern und brennenden Mühlen wusste dann Rolf Wenke zu berichten. Der Landwirt und Archäologe klärte im Vortrag mit Gunter Sielmann viele Fragen rund um das Wittemoor. Dessen Name sei beispielsweise auf den hellen Weißtorf zurückzuführen, der hier vorherrsche.

Mit Kutschen ging es anschließend bei zunehmender Dämmerung ins Moor. Entlang der mit Lichtern markierten Strecke schreckten große Masken die Besucher. Bei völliger Dunkelheit ging es zu Fuß weiter. Immer wieder verharrte die kleine Prozession schweigend an überraschend am Wegesrand auftauchenden Inszenierungen. Surreal und geheimnisvoll wirkten die Szenen, fesselnd und verstörend: Eine Bushaltestelle im Nirgendwo. Ein Schiff im Nebel, ein einsamer Angler. Schaukelnde Kinder zwischen den Bäumen. Irgendwo mussten sich Musiker versteckt haben, erfüllte doch rauschendes Dröhnen und Klingen die Luft. Es schien, als würden die Bäume miteinander flüstern. Und das alles, ohne dass von den Darsteller ein einziges Wort gesprochen wurde.

Auf der Rückfahrt passierten die Kutschen die große Gruppe der Mitwirkenden. Die integrativen Theaterensembles Eden aus Lemwerder und Blauschimmel aus Oldenburg ernteten ebenso den Applaus der Gäste wie die Großmaskengruppe aus Berne und die Jugendtheatergruppe Wir aus Huntlosen.

Heute, 20.30 Uhr, wird „Masken & Moor“ wiederholt.