NEUENKOOP/HUDE - Ein spannendes Boule-Turnier mit Freunden unter dem grünen Dach von Platanen, ein Espresso im Schatten einer italienischen Zypresse, ein familiäres Picknick unter einem duftenden Eukalyptusbaum oder ein Streifzug durch die chinesische Halbinsel: Das Arboretum von Matthias Rieger bietet viele Möglichkeiten, bei einem Kurztrip in die weite Ferne zu schweifen. Pflanzen und vor allem Gehölze aus der ganzen Welt hat der leidenschaftliche Gärtner auf seinem zwei Hektar großen Grundstück an der Neuenkooper Straße 64 angepflanzt. Bananenstauden finden sich dort ebenso wieder wie ein kanadischer Judasbaum, Palmen oder Pinien und dicker Bambus. Einen acht Meter hohen chinesischen Blauglockenbaum hat Rieger selbst gezogen und vor zehn Jahren gepflanzt.
Sie ist faszinierend, die Welt, die sich Matthias Rieger auf dem alten Bauernhof gemeinsam mit seinem Mann Rolf Prieser geschaffen hat. Schwer vorstellbar, dass dort, wo heute fremdländische und einheimische Pflanzen auf verschiedenen Ebenen wachsen, 1996 nur eine Kuhwiese war. „Die reichte damals noch bis direkt an das Haus heran“, erinnert sich Rieger: „Wenn ich davon keine Fotos hätte, könnte ich es jetzt selbst nicht mehr glauben.“ Doch Rieger hatte von Beginn an eine Vision von seinem Arboretum, einer Gehölz-Sammlung, die er hartnäckig umsetzte: Viel Geduld, unendlich viel Arbeit und Mühe investierte der Pflanzennarr, der schon im Alter von fünf Jahren Sonnenblumen und Ziermais selbst gesät hat.
Entstanden ist ein durchdachtes und deshalb gut strukturiertes Paradies. Strenge Linie, akurater Formschnitt: Für Rieger aber ein Unding. Fließend sollten die Übergänge sein, alles ist irgendwie in Bewegung. Einen inneren Garten hat Rieger direkt um das Wohnhaus herum angelegt. Es braucht nicht viel Fantasie, sich vorzustellen, wie der mordendliche Kaffee auf der Terrasse mit Blick in den Park schmeckt und wie gesellig eine Grillfete im grünen Esszimmer unter freiem Himmel werden kann. Um diesen inneren Garten herum fließt ein Bach, der schließlich in einen großen Teich mit einer kleinen Insel mündet. Dort könnte man am Strand ungestört ein Buch lesen, während der Wind leise im Schilf pfeift.
Das Arboretum mit seinem maurischen und seinem mediterranen Garten, mit seiner Kastanienwiese und der Beerenwiese und der chinesischen Halbinsel können die Teilnehmer der „Huder Gartenerlebnisse 2008“, organisiert von der Touristik-Palette Hude, für sich entdecken: Kenner werden aus dem Staunen nicht heraus kommen, Laien können einfach nur in vollen Zügen genießen, was allen Sinnen geboten wird.
Ungestört werden die Gruppen dabei sein. Offiziell öffnet das Arboretum erst im August seine Pforten. Dann soll es auch eine Raritätengärtnerei mit exotischen Pflanzen geben. Auch ein Café ist geplant.
Gärten an drei Wochenenden entdeckenEin Arboretum
ist eine Sammlung exotischer Gehölze. Matthias Rieger präsentiert seine Sammlung auf einem parkähnlich angelegten Gelände mit verschiedenen grünen Themen-Räumen und gemütlichen Sitzecken.Die Huder Gartenerlebnisse
beinhalten geführte Touren an drei Wochenenden durch verschiedene Gärten und andere grüne Oasen. Am 3. und 4. Mai lautet das Motto „Frühlingserwachen“, am 5. und 6. Juli „Sommerblütenpracht“ und am 11./12. Oktober „Herbstglühen“.Die Anmeldungen
für alle Touren laufen bereits. Infos gibt es bei der Touristik-Palette Hude unter 04408/8090950.Diese Serie stellt grüne Oasen in der Gemeinde vor, die im Rahmen der Huder Gartenerlebnisse 2008 bei geführten Touren besucht werden.
