Conneforde/Spohle - Mehr als ein Jahr hatte der Heimatverein Conneforde um seinen Fortbestand gebangt, nun geht es nach erfolgter Wahl eines neuen „Baas“ definitiv weiter. Die Hauptversammlung wählte am Montagabend im „Spohler Krug“ den Conneforder Andreas Säfken zum Nachfolger des im Herbst 2015 verstorbenen Hans-Gerd Wefer. „Keine leichte Aufgabe“, sagte der 46-jährige Säfken am Montagabend selbst nach seiner Wahl.

Mit Säfken – er ist bereits seit mehr als 20 Jahren im Verein – und auch mit Christoph Möllenberg, der als Nachfolger seines Vaters Wilfried zum neuen 3. Vorsitzenden gewählt wurde, hat sich der Vorstand des Vereins immerhin deutlich verjüngt: Möllenberg ist 36 Jahre alt. 2. Vorsitzende bleibt Gerda Kuhlmann, Geschäftsführer Arnold Gerdes.

Mit einem nun wieder vollständigen Vorstand ist eine drohende Auflösung des Vereins abgewendet, die bei der Hauptversammlung 2016 bereits ernsthaft diskutiert worden war. Nicht nur, weil sich damals kein neuer „Baas“ fand, sondern auch, weil die Mitglieder immer älter werden und jüngere nicht mehr dazustoßen. In der Danzkoppel des Vereins sind derzeit noch sechseinhalb Paare aktiv, zu den „Taumakers“ gehören lediglich noch fünf Aktive. Spinnkoppel und Theatergruppe existieren bereits nicht mehr. Und die übrigen Vorstandsmitglieder hatten im vergangenen Jahr deutlich gemacht, dass auch sie nicht mehr zur Verfügung stehen würden, falls sich kein neuer „Baas“ findet. Das ist nun geschafft.

Kern der Vereinsaktivitäten war und ist die alljährliche Sonnenwendfeier, die nun wohl im Jahr 2020 ihr 100-jähriges Bestehen feiern kann. Sie wird in diesem Jahr am 18. Juni stattfinden, kündigte Geschäftsführer Arnold Gerdes an. Am selben Tag schwingen anlässlich des Sonnenwend-Volkstanzfestes im „Spohler Krug“ nachmittags Tanzpaare etlicher Vereine das Tanzbein.

Der Verein hat derzeit noch 168 Mitglieder – und eine gesunde Kassenlage, wie Gerdes erläuterte.

Damit der Vorstand stets funktionsfähig ist, beschlossen die Mitglieder eine Satzungsänderung. Danach wurden „Baas“ und Geschäftsführer für drei Jahre gewählt, zweiter und dritter Vorsitzender zunächst für ein Jahr. Danach sollen sie zeitversetzt ebenfalls für drei Jahre gewählt werden. Geschäftsführer Arnold Gerdes kündigte am Montagabend in diesem Zusammenhang seine letzten drei Jahre im Amt an.