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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Oldenburgisches Staatstheater: Neuer Intendant mischt mutig auf

25.04.2014

Oldenburg Mit Schwung und einem Stoßseufzer lässt Christian Firmbach das erste Spielzeitheft seiner Intendanz am Oldenburgischen Staatstheater auf den Tisch fallen. „Da ist man auch ein bisschen stolz drauf“, sagt der 46-Jährige, der derzeit noch als Betriebsdirektor am Theater Bonn tätig ist, und streicht übers Cover. Dass das so pünktlich fertig geworden ist, sei ja nicht selbstverständlich. Dass das Spielzeitheft nun Theatermagazin heißt, ist aber nur eine kleine von vielen großen Veränderungen.

Auf ein Motto hat Firmbach verzichtet, dafür ein Programm zusammengestellt, das sowohl Publikumswünsche erfüllt als auch Anspruchsvolles bietet. „Mischkalkulation“ nennt er das. Quotenhits wie das Musical „Evita“ und die Operette „Der Vetter von Dingsda“ erlauben es ihm, im Musiktheater „La dame blanche“ von François Adrien Boieldieu, „Der Idiot“ von Mieczyslaw Weinberg oder „Pinocchios Abenteuer“ von Jonathan Dove auf die Bühne zu bringen.

Als „nicht unmutig“ bezeichnet Firmbach selbst seinen Spielplan für den „hochsubventionierten Luxusliner“, der für jeden etwas dabei habe: „Ich bin für ein breites Angebot“. Das gilt auch für den Anfang: Im Musiktheater startet er mit Verdis „Falstaff“ und im Schauspiel mit „Alle meine Söhne“ von Arthur Miller.

Eine der offensichtlichsten Neuerungen ist das fast komplett ausgetauschte Ensemble. Bis auf zwei Sänger (Paul Brady und Henry Kiichli), fünf Schauspieler (Caroline Nagel, Thomas Birklein, Bernhard Hackmann, Thomas Lichtenstein und Klaas Schramm) sowie den Rückkehrer Jens Ochlast sind alle neu am Staatstheater und noch am Anfang ihrer Karriere. Zwischen 26 und 32 Jahre alt sind die Sänger. 40 neue Ensemblemitglieder aus 15 verschiedenen Nationen hat der neue Intendant verpflichtet, darunter eine Sopranistin und ein Tenor aus Russland für das neu eingerichtete, vielseitig einsetzbare „Opernstudio“.

Auffällig auch die Veränderungen bei den Tänzern: Die Sparte heißt wieder Ballett und ist neoklassisch ausgerichtet. Hauschoreograf ist der Franzose Antoine Jully, bestens vernetzter Direktor der Sparte ist Burkhard Nemitz, der in der Nachfolge von Honne Dohrmann auch die Tanztage im Frühjahr 2015 organisiert.

Und dann gibt es noch die neue Funktion des „Konzertpädagogen“, die Thomas Honickel übernimmt. Er ist Vermittler und Programmgestalter, der als Leiter der Sparte Junges Staatstheater auch den Kinder- und Jugendchor führt. Unter dem neuen Label „Klanghelden“ erarbeiten sie zwei Opern: „The Piper von Hamelin“ und „Das Zauberwort“ – Musiktheater von Kindern (mit Unterstützung von Erwachsenen) für Kinder. Das Logo gibt es schon.

Nichts vergessen? Doch, die siebte Sparte, die sich aus verschiedenen Projekten zusammensetzt, darunter ein „Bürgertheater“, das in Kooperation mit der „Fräulein Wunder AG“ und Oldenburgern jeglicher Herkunft ein interkulturelles Hochzeitsfest als Performance entwickelt. Uraufführung ist im Frühjahr 2015. Bestimmt pünktlich.

Alle Premieren der Spielzeit 2014/2015 auf einen Blick

OPER


  „Falstaff“, Giuseppe Verdi, 27. September, Großes Haus
  „Hercules“, Georg Friedrich Händel, 25. Oktober, Großes Haus
„Evita“, Andrew Lloyd Webber und Tim Rice, 15. November, Großes Haus
  „Der Vetter aus Dingsda“, Eduard Künneke, 10. Januar 2015, Kleines Haus
  „Der Idiot“, Mieczysław Weinberg, 24. Januar 2015, Großes Haus
  „Pinocchios Abenteuer“, Jonathan Dove, 22. März 2015, Großes Haus
  „La dame blanche“, François Adrien Boieldieu, 16. Mai 2015, Gr. Haus
  „Le nozze di Figaro“, Wolfgang Amadeus Mozart, 27. Juni, 2015, Gr. Haus

SCHAUSPIEL


„Alle meine Söhne“, Arthur Miller, 28. September, Kleines Haus
  „Gustav Schwabs schönste Sagen des klassischen Altertums, Teil 1: Kampf um Troja“, Tim Tonndorf/Marc-Oliver Krampe, 2. Oktober, Exerzierhalle
 „Supergute Tage oder die sonderbare Welt des Christopher Boone“, Simon Stephens, 4. Oktober, Kl. Haus
  „Protestsong“, Tim Price, 14. November 2014, Exerzierhalle
  „Was ihr wollt“, William Shakespeare, 29. November, Kleines Haus
  „Gift. Eine Ehegeschichte“, Lot Vekemans, 5. Dezember, Exerzierhalle
  „Buddenbrooks“, John von Düffel/Thomas Mann, 7. Februar 2015, Gr. Haus
  „Emilia Galotti“, Gotthold Ephraim Lessing, 28. Februar 2015, Kleines Haus
  „Alltag & Ekstase. Ein Sittenbild“, Rebekka Kricheldorf, 11. April 2015, Kleines Haus
  „Drei Tage in der Hölle“, Pavel Prjaschko, 12. April 2015, Exerzierhalle
  „Land in Sicht“, Liederabend des Ensembles, 6. Juni 2015, Kleines Haus
  „Die Leiden des jungen Werther“, J. W. Goethe, 24. Juni 2015, Kleines Haus
  „Der schönste Tag des Lebens“, Frühjahr 2015

BALLETT


  „Deca-Deci“/„L’Arlésienne, Antoine Jully, 11. Oktober, Großes Haus
  „Die schönste aller Welten“, Antoine Jully, 14. Februar 2015,
  „Mosaik in der Nacht“/ „Jurassic Trip“, Antoine Jully, 10. April 2015, Großes Haus
  „Der kleine Prinz“, Antoine Jully, 13. Juni 2015, Exerzierhalle

JUNGES THEATER


  „Magellan“, frei nach Antonia Pigafetta und Stefan Zweig, 5. Oktober, Exerzierhalle
  „Gulliver“, Gero Vierhuff/Jonathan Swift, 9. November, Spielraum
  „Die Schneekönigin“, Matthias Grön, 30. November, Großes Haus
  „Gold“, Leonard Evers, 6. Dezember, Spielraum
  „Das Zauberwort“, Joseph Gabriel Rheinberger, Kinderoper, 7. Dezember, Exerzierhalle
  „Die erstaunlichen Abenteuer der Maulina Schmitt“, Isabel Osthues und Finn-Ole Heinrich, 17. Mai 2015, Spielraum
  „The Piper of Hamelin“, John Rutter, Jugendoper, 25. Mai 2015, Großes Haus
  „Die große Wörterfabrik – Wöör mit Kulöör“, Austauschgastspiel mit dem Ohnsorg-Theater

NIEDERDT. THEATER


 „Arsenik un ole Spitzen“, Joseph Kesselring, 16. November, Kleines Haus
  „Nix as weg – Raus aus Amal (Fucking Amal)“, Lukas Moodysson, 1. Februar 2015, Kleines Haus
„Ünner’t Lüchtfüer“, Arne Christophersen, 17. Mai 2015, Kleines Haus

Regina Jerichow Redakteurin (Ltg.) / Kulturredaktion
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