Wildeshausen - „Vor zwei Jahren haben wir dieses Büro von ,mischMIT“, der Freiwilligenagentur Wildeshausen’, eröffnet. Wir sind weiterhin der festen Überzeugung: Das war für Wildeshausen und das Umfeld dieser Stadt eine gute und richtige Entscheidung“, hob Vorsitzender Hermann Lessel in seinem Bericht bei der Mitgliederversammlung im Büro an der Delmenhorster Straße 13 hervor.
Doch neben guter Arbeit der Freiwilligenagentur (FWA) 2013 mit 46 vermittelten Freiwilligen in verschiedenen Einrichtungen und der Anstellung von Thorben Kienert seit dem 1. Mai als „mischMIT“-Leiter gibt es auch eine Schattenseite. Deutlich wurde dies bei der Betrachtung des Kassenberichts und des Finanzplans. Zwar ist laut Lessel in 2014 alles in trockenen Tüchern. Doch für 2015 gebe es bislang keine Spenden. Eine Förderung der Agentur für Arbeit und des Jobcenters fielen weg. Das Defizit betrage 13 300 Euro.
„Wir wissen alle, dass freiwilliges Engagement eine große Bedeutung in unserer Gesellschaft hat und auf Grund des demografischen Wandels eine noch größere Bedeutung bekommen wird“, sagte Lessel. Allerdings: Die finanziellen Grundlagen müssten für eine solche Arbeit auch vorhanden sein. Nicht zuletzt habe deshalb die Landesregierung die Förderung von FWA noch einmal um 100 000 Euro erhöht. Wildeshausen erhalte 17 500 Euro. Bei einem Planungshaushalt von gut 40 000 Euro bleibe aber dennoch die bezifferte Lücke im Haushalt. Finanziell unterstützt wurde die FWA 2013 vom Landesamt mit 14 400 Euro, der Bürgerstiftung Wildeshausen mit 2000 Euro, der Volksbank Wildeshauser Geest mit 400 Euro, dem Jobcenter mit 3024 Euro und dem Integrationsamt mit 1785 Euro. „Einem von uns an die Stadt gestellten Antrag wurde im vergangenen Jahr nicht gefolgt“, berichtete Lessel am Donnerstagabend. Gleichwohl lobten Vertreter der Stadt die guten Anfänge der Freiwilligenagentur.
2013 wurden 22 verschiedene Angebote mit insgesamt 58 Stellen neu geschaffen. 21 Einrichtungen boten 87 verschiedene Aufgaben an, die 228 Stellen einschließen. Von 55 Freiwilligen, die zur FWA kamen, konnten 46 vermittelt werden. Kienert will die Anzahl der Kooperationspartner ausbauen.
