Bartmannsholte/Calhorn - Eine endlose Radfahrerschlange, ein Pfarrer der vom Drahtesel aus die Radfahrer segnet, ein Festzelt und über allem die Oldenburg-Fahne. Die Einweihung des Radweges entlang der Kreisstraße 176 hatte volksfestähnlichen Charakter. In den Häusern der Bauerschaften Bartmannsholte und Calhorn herrschte mehr oder weniger gähnende Leere.
Die Vorsitzenden der Dorfgemeinschaften Andre Kessen und Ludwig Zurborg hatten Jung und Alt mobilisiert, um an diesem für beide Bauerschaften so wichtigen Ereignis teilzunehmen. Bürgermeister Georg Kettmann bedankte sich auch im Namen des Ersten Kreisrats Ludger Frische, für die Einladung. Er zeigte den langen Weg von der Planung vor rund zehn Jahren bis zur Vollendung der Baumaßnahme auf. Bedingt durch Probleme bei der Finanzierung hatte der Radweg in einem Konzept für Radwege an klassifizierten Straßen einen hinteren Rang belegt. Nach einer Anliegerversammlung in 2010 habe man dann ein Büro mit der Planung beauftragt und den erforderlichen Grunderwerb getätigt. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme bezifferte Kettmann mir 450 000 Euro. In den Gesamtkosten sei auch der Bau einer Holz-Stahlbrücke über den Blocksmühlenbach enthalten.
Kettmann machte deutlich, dass die Beharrlichkeit der Dorfgemeinschaften und der Ratsmitglieder aus den betreffenden Bauerschaften maßgebliche Anteil an der Verwirklichung dieses Gemeinschaftswerkes hatte. Immer wieder sei auf die Gefährdung der Radfahrer durch hohe Geschwindigkeiten der Autos auf der geradlinigen Strecke hingewiesen worden, zumal die Fahrbahn sehr schmal war.
Leider habe man das Stück vom Bahnübergang in Richtung B 68 nicht ausbauen können, da ständige Bauarbeiten bei der Umrüstung des Bahnübergangs dieses verhinderten, bedauerte Kettmann. Wann mit diesem Lückenschluss zu rechnen sei, könne nicht gesagt werden.
Ein besonderer Dank ging an Ulrich Ellmann, der sich seit vielen Jahren um den Bau des Radweges bemüht hatte.
