Unsere Einstellung zum Müll hat sich gründlich gewandelt. Bestes Beispiel: Sogar das Oldenburger Staatstheater bietet mittlerweile Repaircafés an, und das mit großem Erfolg.
Reparatur-Angebote, Stoffwerkstätten wie die der Oldenburger Kunstschule und so genannte Upcycling-Treffen können sich zum Teil vor Interessenten kaum retten. Allen Angeboten gemeinsam ist das Anliegen, Dinge, die nicht mehr benötigt werden oder defekt sind, neu zu nutzen.
Obwohl der Begriff Wegwerfgesellschaft negativ besetzt ist, dürfen wir uns allerdings nicht täuschen: Einwegartikel, Geräte mit kurzen Lebenszyklen und Massenproduktionen sind nach wie vor weit verbreitet.
Deshalb ist es wichtig, neben der Müllvermeidung die Mülltrennung zu fördern. Appelle an das ökologische Bewusstsein werden da nicht reichen. Und Belehrungen mit erhobenem Zeigefinger braucht niemand.
Stattdessen können finanzielle Anreize Herstellern und Verbrauchern den sorgfältigen Umgang mit Wertstoffen schmackhaft machen.
Mit ihrer neuen Serie will die NWZ anhand konkreter Beispiele zeigen, für was vermeintlicher Müll gut ist.
Der Blick zurück macht Mut: Vor gerade mal 20 Jahren wanderten Kompostabfälle in Haushalten, die keinen Garten haben, in den Restmüll. Mit etwas Fantasie lässt sich vorstellen, wie weit wir in den nächsten 20 Jahre kommen können.
