Neustadtgödens - 80 Jahre und kein bisschen leise – so geht es Martha aus dem „Häkelbüdelclub“ in Neustadtgödens. Sie will den runden Geburtstag ordentlich feiern – natürlich mit ihren drei Häkelbüdel-Freundinnen. Denn sie sagt sich: „Up eenmal büst du 80 Johr – na und?“ Und genauso heißt auch das Stück, das am Samstag, 3. Februar, beim „Gemütlichen Nachmittag“ im Gemeindehaus Neustadtgödens Premiere hat.

Karten

Beim gemütlichen Nachmittag am Samstag, 3. Februar, im Gemeindehaus Neustadtgödens feiert der Häkelbüdelclub mit „Up eenmal büst du 80 Johr – na und?“ 30-jähriges bestehen.

Karten gibt es ab sofort unter Tel. 04422/ 50 99 17.

Später gehen die Damen mit dem Stück auch auf Tournee, wer sie buchen will, kann sich ebenfalls melden.

Mit dem Stück feiert Therese Blitz auch 30-jähriges Theater Jubiläum. Als Gründerin und Motor der Laienspielgruppe hatte sie eigentlich nur für einen Gemeindenachmittag ein Stück von rund zehn Minuten unter dem Titel „Häkelbüdelclub“ vorbereitet. „Das sollte eine einmalige Angelegenheit sein“, erinnert sie sich.

Als der etwas längere Sketch aber so gut ankam und alle mehr davon verlangten, ging es ein Jahr später mit „Häkelbüdelclub Nummer 2“ erneut auf die Bühne im Gemeindehaus.

Mit dabei waren damals Anneliese Onken, Marga Janssen, Alide Zerling und Erika Hinrichs, die mittlerweile schon gestorben sind, weiterhin Annemarie Gellermann, Hildegard Jacobs, Hanna Onken und natürlich Therese Blitz.

Und irgendwie wurde der „Häkelbüdelclub“ dann zum Selbstläufer. Damit einher ging natürlich, dass immer wieder neue Stücke hermussten. Die schrieb Therese Blitz ganz einfach selbst. 19 sind es im Lauf der Jahre geworden, weitere sind überarbeitet und wieder aufgenommen worden – eine stolze Leistung, auf die Blitz nun zurückblicken kann. Im Lauf der Jahre wechselten die Mitspielerinnen, seit vier Jahren besteht das Team aus Therese Blitz und ihrer Tochter Karen, Hanne Oncken und Lydia ter Haseborg.

Und die sind nun wieder auf Tour, zum 80. Geburtstag will Martha (Therese Blitz) noch mal richtig auf die Pauke hauen. Es geht ins hochfeine „La Mirage“. Und wie die vier Frauen vom platten Land da ankommen, kann man sich ja denken. Doch damit nicht genug, die Frauen wollen endlich mal was zu sagen haben und beschließen, in die Politik zu gehen. Da kann sich der Sander Gemeinderat aber auf etwas gefasst machen.

Ob in dem plattdeutschen Stück auch die Entscheidung des Rates, das Gemeindehaus als Kindertagesstätte zu nutzen, auf Korn genommen wird, blieb noch offen. Zumindest wird die Premiere wohl die letzte Aufführung im Gemeindehaus sein.

„Wir hoffen, dass es in Neustadtgödens an einem anderem Ort weitergehen kann“, sagte Blitz. Allerdings sei die Gaststätte „Zur Waage“ zu klein für den „Gemütlichen Nachmittag“.