Neustadtgödens - Etwas weniger Gästeführungen als im Vorjahr 2018, aber in der Summe gab es in diesem Jahr mit 952 Gästen dennoch rund 100 mehr Teilnehmer bei den Führungen. Und auch im Museum im Landrichterhaus schauten wieder mehr Besucher als im Vorjahr hinein: 3048 wurden gezählt, das sind durchschnittlich 16 Besucher pro Öffnungstag. Diese Zahlen nannte Stephan Horschitz als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Zweckverbands Schlossmuseums Jever, das auch für das kleine Museum in Neustadtgödens zuständig ist.
Wie berichtet hat die Gemeinde Sande im vergangenen Jahr Einsparungen beschlossen, die auch den Kulturbetrieb betreffen. Somit fällt auch der Zuschuss ans Museum im Landrichterhaus geringer aus. So wurden die Öffnungszeiten wochentags um eine Stunde reduziert, außerdem wurde damals beschlossen, künftig auf eine jährlich wechselnde Sonderausstellung zu verzichten, um weitere finanzielle und personelle Ressourcen einzusparen. Daher gab es 2018 keine Sonderausstellung und in diesem Jahr – die Saison ist seit kurzem beendet – die neue Ausstellung „Leinenlos – 475 Jahre Hafen. Leinenweberei und religiöse Vielfalt“ zum Ortsjubiläum. Die Sonderausstellung rund um das für Neustadtgödens einst bedeutsame Weberhandwerk, für die im Garten des Landrichterhauses auch ein Flachsfeld angelegt wurde, wird mit kleinen Anpassungen im nächsten Jahr zu sehen sein, so Horschitz. Unter anderem ist neben mehr öffentlichen Präsentationen wie Spinnen und Weben für den Sommer ein Flachsmarkt vorgesehen.
Viel Arbeit hat der wissenschaftliche Mitarbeiter des kleinen Museums noch mit dem Inventarisieren von rund 1500 Ausstellungsobjekten. Bislang seien erst 60 Exponate wissenschaftlich erfasst.
