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St. Willehad Neustart voller Dynamik und Zuversicht

Nordenham - Das bunte Fahnenspalier flatterte im sommerwarmen Wind, die Sonne strahlte vom Himmel. Einen schöneren Tag hätte sich Karl Jasbinschek für seinen Amtsantritt als Pfarrer der St.-Willehad-Gemeinde kaum wünschen können. Dazu passte eine rappelvolle Kirche, in der sich am Sonnabend rund 400 erwartungsfrohe Christen versammelten. Sie alle wollten den neuen Leiter der katholischen Gemeinde kennenlernen, die nach den Turbulenzen der vergangenen Monate einen Umbruch zu bewältigen hat und wieder zueinander finden will. In dem feierlichen Gottesdienst zur Amtseinführung und auch bei dem anschließenden Empfang im Gemeindehaus gab Karl Jasbinschek ihnen das gute Gefühl, dass er der richtige Mann für den Neuanfang ist.

Eindrucksvolle Predigt

Der 60-jährige Geistliche hielt eine eindrucksvolle Predigt voller Dynamik, Leidenschaft und Zuversicht. Auch mit humorvollen Anmerkungen sammelte er viele Sympathiepunkte. Seine entscheidende Botschaft war, dass er die Gemeinsamkeit der Christen fördern, junge Leute für die Kirche begeistern und sich für den Zusammenhalt in der Gemeinde einsetzen will. „Wir wollen gemeinsam etwas in Gang bringen“, sagte Karl Jasbinschek. Dafür sei ein ehrliches und offenes Miteinander unverzichtbar.

Karl Jasbinschek machte kein Geheimnis daraus, dass ihm der Abschied von seiner bisherigen Gemeinde in Lengerich nicht leicht gefallen ist. „Zuerst habe ich nein gesagt, als ich gefragt wurde, ob ich zu einem Wechsel bereit bin“, erzählte der gebürtige Laibacher. Denn nach nur fünfeinhalb Jahren wollte er die ihm ans Herz gewachsene Gemeinde Seliger Niels Stensen nicht schon wieder verlassen. Aber der Gedanke, in Nordenham etwas Neues aufbauen zu können, war für ihn dann doch eine so spannende Herausforderung, dass er zustimmte.

Die Zeremonie der Pfarreinführung nahm Dechant Christoph Sibbel aus Oldenburg im Auftrag von Bischof Dr. Felix Genn vor. Dabei assistierten ihm als Vertreter der St.-Willehad-Gemeinde die stellvertretende Kirchenausschussvorsitzende Christiane Spannhoff und der Provisor Peter Kania.

Christoph Sibbel freute sich über die rasche Neubesetzung der Pfarrstelle, die seit dem Weggang von Torsten Jortzick im November 2015 vakant gewesen ist. Der Dechant bezeichnete den neuen Pfarrer als einen „sehr erfahrenen und flexiblen Gemeindeleiter mit einem großen Interesse für die Verschiedenartigkeit der pastoralen Aufgaben“. Dass Karl Jasbinschek sich für die St.-Willehad-Gemeinde, der rund 3300 katholische Christen aus Nordenham, Butjadingen und Stadland angehören, entschieden habe, sei ein „guter und mutiger Schritt“ gewesen.

An dem Gottesdienst nahmen auch befreundete Priester und Weggefährten von Karl Jasbinschek teil. Sogar eine große Abordnung aus Lengerich war gekommen. Das zeigte, dass der Pfarrer an seiner bisherigen Wirkungsstätte sehr beliebt gewesen ist. „Er hat viel für uns getan“, sagte ein Lengericher später bei dem Beisammensein im Pfarrhaus, „wir wollten ihn gar nicht gehen lassen.“

Karl Jasbinschek erlebte einen herzlichen Empfang in Nordenham. Dazu trugen auch Singgruppen des Kindergartens und der Grundschule St. Willehad dabei.

Bürgermeister Carsten Seyfarth sprach dem Pfarrer seine Anerkennung für „die Kraft und den Optimismus“ aus, die er in seiner Predigt ausgestrahlt habe. Ebenso begrüßte er den Aufruf zur Gemeinsamkeit. „Mit der St.-Willehad-Gemeinde haben wir viele Berührungspunkte“, betonte der Bürgermeister. An der Pfarreinführung nahmen auch seine Amtskollegen aus Butjadingen und Stadland, Ina Korter und Klaus Rübesamen, teil.

Froh und dankbar

Im Namen des Kirchenausschusses hieß Christiane Spannhoff den Pfarrer willkommen. „Wir sind froh und dankbar, dass wir so schnell einen neuen Pfarrer bekommen haben“, sagte sie. Und persönlich zu Karl Jasbinschek: „Wir sind davon überzeugt, dass Sie unserer Gemeinde gut tun werden.“

Norbert Hartfil
Norbert Hartfil Redaktion Nordenham (Leitung)
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