Schlutter - Auf die Bühne bringen kann die Speelkoppel Hoyerswege praktisch alles – das hat die Truppe bereits 69-fach bewiesen. Allein die Besetzungslisten setzten der riesigen Spielfreude der Mitglieder bislang Grenzen. „Uns fehlte immer ein junger Mann“, erklärt Vorsitzender Herwig Kunst. „Für die meisten Stücke wird aber ein junges Pärchen benötigt.“
Und das ist nun gefunden: Dass die Speelkoppel als 70. Stück endlich „Nich Heven un nich Höll“ auf die Bühne bringen kann, ist vor allem Neuzugang Jan Kratzmann zu verdanken. Der 20-Jährige nimmt für die Rolle des Protagonisten einiges auf sich: Wie seine Mitstreiter absolviert er nicht nur bis zu vier Proben in der Woche, sondern hat auch gleich noch Plattdeutsch gelernt.
Etwas einfacher hatte es da Desiree Heine, die im neuen Stück ebenfalls ihr Debüt auf der „großen“ Theaterbühne gibt. Die 19-Jährige stammt aus der Kindergruppe der Speelkoppel und bringt schon jede Menge Erfahrung mit plattdeutschen Sketchen mit.
Kratzmann spielt einen jungen Mann, der auf dem Weg zum Antrittsbesuch bei den Schwiegereltern in spe ums Leben kommt. Da sich die Frage, ob er in den Himmel oder in die Hölle gehört, nicht eindeutig beantworten lässt, darf sich der junge Mann auf der Erde bewähren. Einzige Bedingung: Er darf 24 Stunden lang nicht lügen. . .
Ihre Premiere am 30. November auf dem Hof Kunst in Schlutter verbindet die Speelkoppel zum dritten Mal mit einem deftigen Grünkohl-Essen. Bevor sich anschließend der Vorhang für den Dreiakter öffnet, ist zunächst die neu formierte Jugendgruppe an der Reihe. Sie wird – wie es das Publikum von den Freilicht-Aufführungen der Speelkoppel gewohnt ist – einen Sketch präsentieren.
Dafür, dass nach dem opulenten Mal niemand ein Verdauungsschläfchen einlegt, werde die Truppe schon sorgen, verspricht Herwig Kunst. Auch die Inszenierung von Kord Struthoff, der diesmal unterstützt von Linda Tönjes-Hanitz Regie geführt hat, werde das nicht zulassen.
Neben den acht Darstellern trägt, wie bei der Speelkoppel Hoyerswege üblich, ein eingespieltes Team von knapp zwei Dutzend Mitgliedern hinter den Kulissen zum Gelingen der Aufführungen bei. Elfmal werden sie alle das neue Stück bis März 2014 präsentieren. Karten sind unter
