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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Sie umarmt nur das Unerwartete

08.03.2019

New York /Hannover Vor drei Jahren wurde in dieser Zeitung zum ersten Mal der Name Sari Schorr erwähnt. Er war Fußnote einer großen Geschichte über erfolgreiche Frauen im Bluesrock. Damals kannte kaum jemand diesen Namen. Doch nun, Anfang März 2019, ist Sari Schorr die Ausnahme-Sängerin, die jeder kennen will.

Die erstaunliche Karriere der New Yorkerin, die soeben ihre jüngste Europatournee gestartet hat und am 22. März ihr einziges Konzert in Norddeutschland in der „Blues Garage“ in Hannover-Isernhagen gibt, begann zünftig mit einer Garagenband in Brooklyn, wo sie als 14-Jährige „reichlich Krach“ machte. „Ich wusste da schon, dass ich in meinem Leben nie ohne Musik sein würde“, sagt sie im Rückblick.

Studium, Gesangsausbildung und die New Yorker Szene brachten Schorr zu der Art Musik, die sie liebt: Bluesrock. Und sie hatte das Glück, 2015 auf Mike Vernon zu treffen, den berühmtesten Bluesrock-Produzenten – und der betreute prompt Schorrs Debütalbum „A Force of Nature“. Das öffnete Türen: „Plötzlich tourte ich rund um die Welt, stand meiner eigenen professionellen Band vor.“

Rastlose Konzertreisen – Basis des Erfolgs, der sich seitdem für Sari Schorr einstellte. Die Resonanz auf das Debütwerk war gut, doch der Nachfolger „Never Say Never“ übertrumpfte alles. „Auf einmal werden diese Songs überall auf der Welt im Radio gespielt“, staunt sie selbst. Die CD belegte Rang 1 der englischen Radio-Charts und wurde zum zweitbesten Bluesalbum von 2018 gewählt.

Parallel dazu stieg ihre Bekanntheit. Rund 5000 Fans jubelten Sari Schorr beim Oldenburger Kultursommer 2017 zu, später wurde sie euphorisch gefeiert beim Montreux Jazz-Festival. Größere Konzertsäle wurden Routine, aber kleine Clubs mit der Nähe zum Fan will sie nicht missen. „Die Leute wollen richtige Musik hören, gespielt von richtigen Musikern“, betont sie. Dies gilt ihrem neuen Gitarristen Ash Wilson: War sein Vorgänger Innes Sibun besonders dem rauen Blues verpflichtet, so geht Wilson auch in Richtung Poprock. Der Wechsel war Schorr wichtig: „Ich möchte mich stets mit Leuten umgeben, die mich inspirieren. Große Musiker tun das, sie inspirieren mich. Ich kann dann das Unerwartete umarmen und muss mich nicht in der Komfortzone ausruhen.“

Das Unerwartete findet sie vorrangig noch in Europa, ihre Heimat USA muss Sari Schorr erst erobern: „Es liegen uns dort auch viele Anfragen vor. Nur eine richtig große Tournee, dafür fehlte bisher die Zeit.“ Deutschland steht dagegen oft im Terminkalender. Sari Schorr, die viele ihrer Songs mit dem Hagener Komponisten Henning Gehrke schreibt, freut’s: „Die deutschen Fans gehören zu den besten in der Welt.“ Das tröstet sie auch etwas darüber hinweg, dass die mehrmonatigen Aufenthalte in Übersee sie lange von ihrer Familie trennen. „Das ist schon hart, besonders die letzten drei Tage vor der Abreise sind extrem. Aber ich liebe das Touren ja, es ist Lohn für die viele Arbeit für unser Projekt.“ Und das heißt: Bluesrock mit Seele und hingebungsvoller Stimme.

Klaus Fricke
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