New York - Wunderkind, Komponist, Dirigent, Klassikstar, Jazzer und Lebemann: André Previn hatte viele Facetten – und ließ sich als Künstler von Musikpuristen in keine Schublade stecken. Nun ist der Starmusiker im Alter von 89 Jahren in Manhattan in New York gestorben.
Schon früh zeigte sich das Talent des Ausnahmekünstlers, der 1929 als Andreas Ludwig Priwin in Berlin geboren wurde. Die jüdische Familie musste 1938 vor der NS-Verfolgung fliehen, zunächst nach Paris, später in die USA. In Los Angeles gab der Vater Klavierstunden. Der 17-jährige André fand Arbeit im Filmstudio MGM in Hollywood.
1946 ließ er seine ersten Musikplatten pressen. Bald feierte er Erfolge als Arrangeur und Komponist. 13 Mal wurde er für Orchestrierungen von Musicals für Oscars nominiert, viermal gewann er die begehrte Trophäe, etwa 1964 für „My Fair Lady“, außerdem zehn Grammys.
Seinen längsten Einsatz als Chefdirigent hatte André Previn beim renommierten London Symphony Orchestra von 1968 bis 1979.
