Ihr Berufswunsch wurde Eva Hachmeister-Uecker fast schon in die Wiege gelegt: „In meiner Familie gibt es sehr viele Pastoren, das hat natürlich auch zu meiner Entscheidung beigetragen.“ Ausgereift ist dieser Wunsch bei der gebürtigen Hannoveranerin, die im niedersächsischen Bad Münder aufwuchs, aber vor allem in der Zeit nach ihrer Konfirmation. „Damals habe ich bereits viel in der Kinder- und Jugendarbeit mitgewirkt.“

Nach ihrem Abitur begann Eva Hachmeister-Uecker ein Studium der evangelischen Theologie in Göttingen. Einige Semester verbrachte die heute 36-Jährige aber auch in Wien: „Das war sehr interessant, weil dort die gesamte Vielfalt der Konfessionen vereint ist. Es gibt eine jüdische Gemeinde, zugleich ist Österreich aber ein katholisch geprägtes Land.“ Faszinierend sei es gewesen, Erfahrungen und Ansichten mit Menschen dieser anderen Glaubensrichtungen auszutauschen. „Man hat voneinander profitiert, diese Offenheit hat mich positiv überrascht.“

Von der geschichtsträchtigen Kulisse der österreichischen Hauptstadt, aber auch vom musikalischen Angebot Wiens war Eva Hachmeister-Uecker angetan. Selbst spielt sie Gitarre, Quer- und Blockflöte. „Außerdem habe ich mein Leben lang schon in Chören gesungen.“ Dementsprechend musikalisch geht es in der Kinder- und Jugendarbeit sowie in den Gottesdiensten der Reekenfelder Gemeinde zu. Seit knapp drei Jahren ist die Theologin dort gemeinsam mit ihrem Ehemann Michael Harald Uecker, den sie während des Vikariats in Ostrhauderfehn kennen lernte, für die Kirchenarbeit zuständig. Das Pfarrerehepaar teilt sich aber nicht nur die Arbeit in der Gemeinde: Auch die Erziehung der Kinder Katharina (6), Daniel Elija (4) und Sarah Sophie (16 Monate) ist Gemeinschaftsaufgabe. hg

Eva Hachmeister-Uecker

Pfarrerin