Cannes - Mit einer Prise Riviera-Glamour begannen am Mittwochabend die 67. Filmfestspiele in Cannes: Der Film „Grace of Monaco“ mit Nicole Kidman über das Leben der Fürstin Gracia Patricia eröffnete das bis zum 24. Mai laufende Festival.

Der Streifen ist umstritten. Zum einen lieferte sich Regisseur Olivier Dahan einen Disput mit dem Vertrieb Weinstein Co. in Nordamerika über den letzten Schnitt. In Cannes ist nun die Version des Regisseurs zu sehen. Zum anderen hat Prinzessin Stefanie von Monaco die Darstellung ihrer Eltern Gracia Patricia und Prinz Rainier III. als ungenau kritisiert. Die Fürstenfamilie Monacos hatte angekündigt, der Premiere aus Protest fern zu bleiben. Das Werk kommt am Donnerstag auch in die deutschen Kinos.

Die Jury, die über die Vergabe der Goldenen Palme entscheidet, wird dieses Jahr von Jane Champion geleitet, die selbst schon einmal als einzige Frau die prestigereiche Auszeichnung bekam.

Das Festival in Südfrankreich zählt zu den wichtigsten Filmfestspielen. In diesem Jahr sind im Wettbewerb 18 Filme zu sehen. Darunter sind Werke von Regisseuren wie Jean-Luc Godard, Tommy Lee Jones, Mike Leigh und Ken Loach. Deutsche Filmemacher sind gar nicht vertreten.