Wer ihn kenne, habe schnell vergessen, dass es sich bei ihm eigentlich um eine Puppe handele, heißt es auf der Homepage von Werner Momsen. Das traf bei dem Besuch der Hamburger Kultfigur in der ausverkauften Lemwerderaner Begegnungsstätte voll und ganz zu. Lebendiger als manch Kollege aus Fleisch und Blut machte sich das Plappermaul in breitem norddeutschem Slang über Alltägliches seine ganz eigenen Gedanken. Er ging dabei auf das besondere Verhältnis der Norddeutschen zu Karneval und Frohsinn ein, stellte Überlegungen über den Norddeutschen „Nationalsport“, das Boßeln an, oder die Brennpunkte im Fernsehen, wenn im Januar tatsächlich mal drei Tage lang fünf Grad Minus herrschen. Den ganz in schwarz gekleideten Detlef Wutschik, der den fast lebensgroßen Werner Momsen zum Leben erweckte, hatte man dabei bereits nach wenigen Minuten schon vergessen. Beim Publikum kam die „Werner Momsen ihm seine Soloshow“ bestens an. Gabriele Bode