NORDENHAM - Als am Montagabend das 23. Fenster des Nordenhamer Adventskalender geöffnet wurde, da hörten nicht nur die Kinder aufmerksam zu. Schließlich ging Peter Cordes, der Geschäftsführer der Gemeinnützigen Nordenhamer Siedlungsgesellschaft, einer spannenden Frage auf den Grund: Gibt es den Weihnachtsmann wirklich? Peter Cordes las den Text einer Kolumne vor, die erstmals 1879 in der New Yorker Sun veröffentlicht wurde. Und tatsächlich kam der Kolumnist zu der Auffassung, dass es den Weihnachtsmann gibt, so wie es auch Liebe, Treue und Warmherzigkeit gibt.

Das Adventsfenster hatten diesmal Maike Cornelius, Imke Gewinn, Helga Lange und Christel Steinke von der Seefelder Malwerkstatt gestaltet. Es ging um Maria. Im Fenster der Apotheke Doc Moris sind zwei Bilder von Maria zu sehen. Eines zeigt Maria so, wie sie auf vielen Bildern dargestellt wird: edel und voller Schönheit. Das andere zeigt eine afrikanische Flüchtlingsfrau, die nach Ansicht der Künstlerinnen in ihrer Verzweiflung und Angst wohl eher die wahren Gefühle der Maria widerspiegelt als viele der gewohnten Bilder.

Wie immer wurde die Zeremonie von Jugendlichen des Nordenhamer Posaunenchors begleitet, die die rund 40 Besucher musikalisch auf die Enthüllung des Adventsfensters einstimmten.