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Beach-Party Beste Stimmung unter freiem Himmel

Kilian Staackmann

NORDENHAM - Für die Wiedergeburt der legendären Beachparty hätte sich Adrian Marold kein besseres Wochenende aussuchen können. Bei bestem Wetter bot der Inhaber der Bar Shakers dem feierhungrigen Partyvolk zwei Tage lang Abwechslung im abgezäunten Areal am großen Strom. Dabei zählte er am Freitag und am Sonnabend nach eigenen Angaben jeweils knapp 1000 zahlende Besucher.

Stolz, aber erschöpft

Sie genossen die Ergebnisse von 3 Monaten intensiver Planung, die Musik von 2 Bands und 3 Disc-Jockeys, die Vorführungen von 2 Show-Barkeepern sowie die Dienste von 50 Mitarbeitern, 3 Getränkeständen und 3 Essbuden. „Das hier ist echt eine Hausnummer“, bilanzierte Adrian Marold sichtlich stolz, aber dennoch erschöpft von den Anstrengungen der beiden Tage. Wie zufrieden er mit der Resonanz ist, wollte er noch nicht sagen.

Auf alle Fälle soll die Beach-Party wieder eine regelmäßige Veranstaltung werden, sagt Marold – wenn die Stadt ja dazu sagt.

Stolz ist Adrian Marold darauf, dass es keine ernsthaften Zwischenfälle gab, weder Pöbeleien noch Schlägereien waren zu verzeichnen. Auf Anfrage der

NWZ

  bestätigte die Polizei diese Aussage. Das einzige nennenswerte Vorkommnis laut Adrian Marold: Freitagnacht versuchten 5 Jugendliche aufs Gelände zu kommen, ohne Eintritt zu bezahlen. Doch sie scheiterten an der Polizei und dem Sicherheitsdienst.

Zu dieser Zeit kam vor der Bühne richtig Stimmung auf. Zuerst spielte die Vorband 30 Grad im Schatten, die früher unter dem Namen 30 cm Neuschnee bekannt war. Sie spielten Cover-Songs echter Rock-Klassiker. Das Spektrum reichte von den Ärzten bis Bryan Adams.

Kuhkapelle kommt spät

Es ging schon auf Mitternacht zu, als United Four, der Top-Act des Abends, auf die Bühne kam. Die 4 Männer in den Kuh-Kostümen rockten ordentlich die Bühne und das ganze Areal. Das ließ die Party immer exzessiver werden – sehr zur Freude des Veranstalters.

Schon seit 21 Jahren machen United Four Fetenmusik, doch erst vor zwei Jahren sind sie richtig groß rausgekommen: bei der Fernseh-Sendung „Das Supertalent“ auf RTL. „Wahnsinn, was so ein kleiner 2-Minuten-Auftritt im Fernsehen für Folgen hat“, sagte der Bassist Mazze, der 1990 durch eine Kleinanzeige in der

NWZ

  zur Band gekommen war. „Wir sind Herrn Bohlen immer noch dankbar!“ In zwei Wochen erscheint ihr erstes Studio-Album „Fishing for Compliments“. Mazze sagt, es steckten 2 Jahre Arbeit mit einem noch geheimen Produzenten drin, der schon einige Top-10-Hits gehabt habe.

Am Sonnabendmittag ging es mit einem Beach-Soccer-Turnier weiter, das Real Nordenham vor Inter Syuggewarden gewann.

DJs lassen‘s krachen

Abends wurde es bei warmen Temperaturen heiß, denn die 3 Disc-Jockeys Rowy, Beat Block und Jan van Olden ließen es richtig krachen. „Es ist eine richtig entspannte und ausgelassene Atmosphäre“, freute sich der Nordenhamer Tobias Nordhausen.

Während die Gäste ausgelassen im Sand tanzten, verzauberten die beiden Show-Barkeeper an der Cocktailbar die Zuschauer. Sascha Witschek zeigte Flairtending, das kunstvolle Zubereiten von Cocktails. In dieser Disziplin ist er Weltmeister. Fast wie im Zirkus warf er mit Gläsern und Flaschen um sich, während wie nebenbei leckere Mix-Getränke entstanden. Währenddessen zeigte Jimmy Dymecki eine Pyro-Show mit Feuerspucken. Die beiden sind seit 20 Jahren Barkeeper und treten seit 15 Jahren auf.

Gegen Ende des Abends war jedem Gast, jedem Mitarbeiter, den DJs und den beiden Show-Barkeepern die Müdigkeit deutlich anzusehen. Aber es war eine angenehme Müdigkeit nach einem schönen Abend.

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