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FERNSEHEN Mit Kodderschnauze und Zwiebelsalat

JENS MILDE

NORDENHAM - Berührungsängste kennt Sedat Yildiz nicht. Wenn er eine Bühne betritt, ist er in seinem Element. Er zieht gerne eine Show ab, und er bekennt sich dazu. „Ich will Fernsehstar werden,“ kündigt der 40-jährige Nordenhamer an. Seine Augen strahlen vor Tatendrang und Überzeugung. Vielleicht hat er am Wochenende den ersten Schritt gemacht. Drei Tage lang waren die Fernsehkameras auf ihn gerichtet. Er gehörte zu den Kandidaten bei der ZDF-Fernsehsendung „Küchenschlacht“.

Wie weit Sedat Yildiz bei der Kochshow gekommen ist, darf er nicht verraten. Aber ein bisschen lässt er sich in die Karten schauen. „Ich wollte die erste Runde überstehen. Das habe ich geschafft.“ Bei der „Küchenschlacht“ müssen die Kandidaten hochdekorierte Sterneköche von ihren Künsten überzeugen. Sedat Yildiz versuchte es in der ersten Folge mit Sardinen im Speckmantel. Dazu selbst gemachte Nudeln mit mediterranem Gemüse und Zwiebelsalat.

Alfons Schuhbeck war der erste Experte, der die Speisen der sechs Kandidaten – laut Sedat Yildiz eine „tolle Truppe“ – probierte und anschließend einen von ihnen aus dem Rennen kickte. Für die weiteren Folgen hatte sich der Nordenhamer unter anderem Krabbencocktail mit Zigarrenröllchen, türkische Tortellini und Taschenkrebse vorgenommen. Für jedes Gericht hatte er 35 Minuten Zeit. Immer dabei war Sebastian Jacobowski. Er saß im Publikum, drückte seinem Kumpel die Daumen. Ob der es schaffte, die Juroren zu überzeugen, können die TV-Freunde vom 16. bis zum 21. November sehen. Dann werden die in Hamburg aufgezeichneten „Küchenschlacht“-Folgen jeweils ab 14.15 Uhr ausgestrahlt.

Späße vor Publikum

Wer Sedat Yildiz kennt, kann sich vorstellen, dass die Sendungen nicht nach Schema F ablaufen werden. Der Nordenhamer treibt gerne Späße. Und er nutzte die Gelegenheit, sie vor einem großen Publikum zu machen. „Das ist hier meine Show“, sagte Moderator Steffen Henssler, ebenfalls ein bekannter TV-Koch, als ihm die Sendung aus den Händen zu gleiten drohte. „Ich hab’ Faxen gemacht. Das Publikum hat gegrölt“, verbucht der 40-Jährige seinen TV-Auftritt als großen Erfolg. Trotz einiger Pannen. Doch gerade diese Momente liebt der dreifache Vater. Da kann er improvisieren. Sein Lebensmotto lautet: Nie den Kopf in den Sand stecken. „Ich bin im Leben schon oft auf die Schnauze gefallen“, sagt Sedat Yildiz. „Aber ich lass’ mich nicht unterkriegen.“

Gerade erst ist der 40-Jährige arbeitslos geworden. Schlechte Auftragslage: Er war Leiharbeiter bei Premium Aerotec. Für Sedat Yildiz, der beruflich schon einiges ausprobiert hat, ist das kein Beinbruch. Seinen Ex-Kollegen hat er erzählt, dass sie noch viel von ihm hören werden.

Teil zwei seiner Fernsehkarriere nimmt er nächste Woche in Angriff. Dann reist er nach Berlin, um an der RTL-Quizshow „Wer wird Millionär?“ teilzunehmen. Und für den Fall, dass es ihm gelingt, sich für die gewinnträchtige Fragerunde zu qualifizieren, kündigt er vollmundig an: „Da kann sich der Günther Jauch warm anziehen.“

Nächstes Ziel: Supertalent

Mit Humor und Konsequenz will der 40-Jährige sein Ziel weiterverfolgen. Auf jeden Fall will er bei der RTL-Show „Supertalent“ mitmachen, auch wenn die Antwort auf die Frage, womit er die Jury begeistern will, eher vage ausfällt. „Ich werde mich als Nordenhamer präsentieren“, sagt er in der festen Überzeugung, dass er mit dieser Eigenschaft die Karriereleiter ein wenig höher steigen kann. Sein Traum: „Ich wäre gerne Dieter Bohlens Praktikant. Ich hab’ schließlich die gleiche Kodderschnauze.“

Wer die Kochkünste

von Sedat Yildiz genießen will, hat vom 16. bis zum 21. November Gelegenheit dazu. Dann findet jeweils ab 14.15 Uhr ein Public Viewing in der Kneipe Journal an der Bahnhofstraße statt. Im Anschluss an die „Küchenschlacht“-Ausstrahlung stellt sich der Nordenhamer an den Herd, um seine Gerichte noch einmal zuzubereiten und sie den Gästen zu servieren.
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