NORDENHAM - „Schaut nicht weg! Schaut her! Zeigt Zivilcourage!“ Unter diesem Motto stand am Sonnabend die dritte Veranstaltung „Rock gegen Gewalt“ in der Jahnhalle. Sie lockte mehr als 200 Jugendliche an. Veranstalter war die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE).

Eröffnet wurde das Konzert von Sauerkraut, der Schülerband der Realschule I. Dann wandte sich der Kreisvorsitzende der IG BCE, Wilfried Riesebieter, mit einer kurzen Begrüßung an das Publikum, ehe er das Mikrofon an den frisch pensionierten Kriminalkommissar Dietmar Brückner weiterreichte. Der ehemalige Kommissar erinnerte an die sechs goldenen Regeln für mehr Sicherheit im Alltag:

 Ich helfe, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen.

  Ich fordere andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf.

  Ich beobachte genau und präge mir Tätermerkmale ein.

  Ich organisiere Hilfe unter dem Notruf 110.

  Ich kümmere mich um die Opfer.

  Ich stelle mich als Zeuge zur Verfügung.

Über den ganzen Abend verteilt wurden auf einer Leinwand kurze Filme zum Thema Gewalt gezeigt und Broschüren verteilt. Während auf der Bühne gerockt wurde, stand Dietmar Brückner für persönliche Gespräche zur Verfügung.

Es spielten die 20 belows aus Kopenhagen, The Apers aus Rotterdam und die Mad Monks aus Bremen. Insbesondere die Bremer waren ein Publikumsmagnet, für deren Auftritt Fans auch aus anderen Regionen angereist waren. Den musikalischen Teil hatte das Fonsstock-Team um Ralf Behrens übernommen.

Finanziert wurde die Veranstaltung von den Gewerkschaften IG BCE, IG Metall, Gewerkschaft der Polizei, Deutsche Polizeigewerkschaft und vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB).