NORDENHAM - Wenn die Stadt Nordenham im kommenden Jahr ihren 100. Geburtstag feiert, soll es auch am Strand hoch hergehen. Geplant ist eine dreitägige Open-Air-Party im Juni oder im Juli. Und um die Ausrichtung will sich federführend das Jugendparlament in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung kümmern. Bei der JuPa-Sitzung am Montagabend im Rathaus diskutierten die Jugendlichen darüber, wie die Veranstaltung aussehen könnte.
Noch befindet sich das Projekt, für das 15 000 Euro im städtischen Haushalt bereit stehen, in der Frühphase. Einig sind sich die Parlamentarier darüber, dass die Freiluft-Fete von Freitag bis Sonntag dauern soll. Als Veranstaltungsgelände haben sie sich den Bereich hinter dem Segelclub ausgeguckt. Hier soll die Bühne aufgebaut werden, auf der an allen drei Tagen Live-Konzerte den Schwerpunkt bilden.
Der Freitag soll auf die Interessen der Nordenhamer Jugendlichen zugeschnitten sein. Geplant ist, das erfolgreiche Musikfestival „JuPa-Jam“, das zuletzt bis zu 400 Besucher anlockte, von der Jahnhalle an den Strand zu verlegen. Hier können sich Nachwuchsbands aus der Nordenhamer Musikszene das Mikrophon in die Hand geben. Der Vorsitzende des Jugendparlaments, Till Peplau, ist überzeugt davon, genügend Bands zu finden, die den Abend gestalten.
Die Pläne für den Sonnabend und den Sonntag sind noch völlig offen. In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung wollen die Jugendlichen darüber beraten, wie sie das Open-Air-Wochenende gestalten. Im Gespräch sind zum Beispiel Auftritte der Stadtkapelle und des Kinderzirkus Fantaasi. Darüber hinaus kann sich das Jugendparlament vorstellen, die Veranstaltung mit dem Promenadenfest zu kombinieren. Dazu müssten aber noch Gespräche mit Nordenham Marketing & Touristik geführt werden.
Eine weitere Idee des Jugendparlaments ist es, Diskussions- und Informationsrunden mit den Bürgermeisterkandidaten auf die Beine zu stellen. Die Jugendlichen wollen es allen wahlberechtigten Schülern in Nordenham ermöglichen, sich einen Eindruck von den Bewerbern zu machen. Geplant sind Veranstaltungen in den Schulen und in der Jahnhalle. Als nächstes wollen die Mitglieder des Jugendparlaments mit den Bewerbern die Termine abstimmen und bei den Schulleitern nachfragen.
Der JuPa-Vorsitzende Till Peplau und seine Stellvertreterin Alina Elsner nutzten noch einmal die Gelegenheit, sich für eine Wiederbelebung des Bahnhofsgebäudes stark zu machen. Ihrer Meinung nach wird in Nordenham ein Treffpunkt für Jugendliche benötigt, der – anders als die Jahnhalle – auch am Wochenende geöffnet ist. Das Bahnhofsgebäude biete sich dafür an. Und so beschloss das Gremium, in Sachen Bahnhof weiterhin am Ball zu bleiben und beim Planungsprozess mitzuwirken.
