Nordenham - Alles andere als ein herunterziehender Novemberblues war jetzt in der Jahnhalle zu hören. Die beiden Oldenburger Bands auf der Bühne heizten ihrem Publikum ordentlich ein.
Alternativer Rock
Den Anfang machte das Trio Fuser mit einer Zeitreise in die Vergangenheit. Ihre Musikrichtung: alternativer Rock, gepaart mit Stoner Rock und Metal-Einflüssen im Stil von Nirvana, Queens Of The Stone Age oder Blackmail.
Die drei Musiker – das sind Berndt Poppenga (Gesang und Gitarre), Klaus Winter (Gesang und Bass) sowie Susanne Lüdtke (Schlagzeug) – machten ihre Sache richtig gut. Sie spielten eigene Kompositionen mit dynamischen Kontrasten von sanften und harten Rhythmen, Breaks und jeder Menge anderer technischer Raffinessen. Manchmal erinnerten die Stücke nicht nur an ihre musikalischen Vorbilder aus den 90er Jahren, sondern auch an Rocklegenden wie The Doors und Led Zeppelin.
„Das ist einfach geil umgesetzt und unheimlich beeindruckend dafür, dass da nur drei Musiker auf der Bühne stehen“, meinte Pasco Schulz. Auch Musikkenner Jochen Trinks zeigte sich begeistert, vor allem von dem Chorgesang im höheren Bereich. „Schade, dass die Nordenhamer das nicht mehr zu würdigen wissen“, sagte er angesichts der nur rund 100 Besucher in der Jahnhalle.
Ganz anders der Auftritt der Band Saving Claas, die sich darauf spezialisiert hat, in Vergessenheit geratene Songs aus den 80er und 90er Jahren neu zu interpretieren. Die vier Musiker stehen für Punk und Independent und verleihen ihren gecoverten Stücken eine ganz eigene Note. Da darf es auch schon mal so richtig laut werden, wenn der Sound übersteuert wird und der Sänger mit seiner rauen Stimme loslegt.
Richtig gute Partymusik
„Das ist richtig gute Partymucke, die einfach einlädt mitzusingen“, sagte ein Besucher. „Die bringen jetzt eine ganz andere Stimmung hier rein.“ Es stimmte. Denn das Quartett ließ es wirklich krachen.
„Wir bringen jetzt auch mal deutsche Songs. Die unterscheiden sich kaum von den englischen. Das hört man kaum“, meinte denn auch der Leadsänger.
Die vier Bandmitglieder der Punk- und Indie-Coverband sind schon seit mehr als der Hälfte ihres Lebens Freunde, sie haben mehr oder weniger in verschiedenen Bands zusammengespielt.
Allen Musikern, die zum großen Teil ehemalige Nordenhamer sind, konnte man bei diesem Konzert anmerken, dass sie einfach richtig Spaß daran haben, ihre eigene Musik abseits des Mainstreams zu machen.
