NORDENHAM - Von Nordenham aus in die Welt und wieder zurück: Für Michael Ehre, Drummer der Heavy-Metal-Band Metalium, ist kaum ein Weg zu weit, um gemeinsam mit hervorragenden Musikern auf der Bühne zu stehen. Gab er mit dem Ex-Scorpions-Gitarristen Uli Jon Roth am 10. und 11. Oktober noch zwei Konzerte in Russland – sie spielten vor Fans in Moskau und Ufa -, so kommt es am Sonnabend, 19. Dezember, ab 21 Uhr nach vier Jahren zu einem Wiedersehen mit Metalium in der Jahnhalle.
Zehntes Album eingespielt
Seit 2005 spielen die Heavy-Metal-Rocker von Metalium nun das erste Mal wieder in Deutschland. Nach vier Konzerten in Spanien im Sommer dieses Jahres stehen im Dezember noch vier Auftritte an. Den Abschluss der kleinen Tournee bildet das Konzert in der Jahnhalle. Mit „Grounded – Chapter Eight“ stellt die Hamburger Schwermetall-Formation bereits das achte Album vor. Einige Stücke daraus sowie ein musikalischer Querschnitt aus dem zehnjährigen Wirken der Band sollen die alte Turnhalle in den Grundfesten erschüttern lassen.
Die CD hat das Quartett im März in Studios auf Mallorca eingespielt. Die Hälfte der Texte stammt von Michael Ehre, der bei seinen Stücken auch noch zur Gitarre griff. Für die Live-Auftritte haben Henning Basse (Gesang), Lars Ratz (Bass), Tolo Grimalt (Gitarre) und Michael Ehre (Drums) mit dem Oldenburger Christian Stöver daher einen zweiten Gitarristen verpflichtet. Denn viele der Lieder auf „Grounded“ weisen Gitarrenharmonien auf, die mit nur einem sechssaitigen Instrument nicht hinzukriegen sind – was im Studio kein Problem ist. Beim Konzert in der Jahnhalle wird Metalium davon sicher profitieren.
Auf dem Silberling kreist nicht nur der Dampfhammer. Michael Ehre hat, wie er sagt, zum ersten Mal eine Ballade geschrieben. „Borrowed Time“, eines der zehn neuen Stücke, handelt von einer Person, die auf dem Sterbebett das Leben Revue passieren lässt. Der Mensch stellt fest, dass die Zeit, in der er auf der Erde weilte, geliehen war und dass das Leben einem nur selten eine zweite Chance einräumt.
Mehrere Eisen im Feuer
Neben Metalium hat Michael Ehre weitere Eisen im Feuer. Sein eigenes Projekt ist fast abgeschlossen, sein Debüt-Albums soll den Titel „Brace for Impact“ tragen. Die Band hat er „Sin Decade“ getauft und für die melodiösen Metal-Hymnen den italienischen Sänger Jan Manenti angeheuert. Schlagzeug und Gitarre nahm Michael Ehre in seinem Probenraum auf. Für die Background-Vocals hat er keinen geringeren Sänger als seinen Prime-Time-Partner Tommy Marechal gewinnen können. Im nächsten Jahr soll das Album erscheinen.
Ein neues Projekt zeichnet sich gleichfalls ab. Und wieder klettert Michael Ehre die Karriereleiter etwas höher. Eine namhafte europäische Heavy-Metal-Band ist an ihn herangetreten und will ihn für eine dreiwöchige Welttournee verpflichten. Konzerte in Mexiko und Indien stehen auf dem Programm. Der Vertrag ist noch zu unterzeichnen. Bevor der End-Dreißiger im nächsten Jahr durchstartet, tritt er am kommenden Sonnabend mit Prime Time in der Friedeburg auf – gradlinig und druckvoll wie immer.
